Wollseifen: Wollseifener Schicksal bewegt noch immer

Wollseifen: Wollseifener Schicksal bewegt noch immer

Zum feierlichen Abschluss der Sanierungsarbeiten und der Sicherungsarbeiten am Dach der St. Rochus-Kirche in Wollseifen wurde jetzt zum Patronatsfest eingeladen. Zur Erinnerung an den Heiligen Rochus begannen die Feierlichkeiten mit einer Messe, die Pfarrer Philipp Cuck zelebrierte.

Eines wurde schnell deutlich: Auch noch 60 Jahre nach der Vertreibung bewegt das Schicksal der Bewohner der ehemaligen Ortschaft Wollseifen die Menschen in Nah und Fern.

Das kleine Kirchenschiff fasste die zahlreichen Besucher nicht, so dass die meisten draußen auf dem Vorplatz die Messe verfolgten.

Nach dem Gottesdienst wurden ehrenamtliche Helfer geehrt, die sich mit ihrem Einsatz bei den Sicherungsarbeiten am Kirchengebäude besonders verdient gemacht hatten.

Ihnen wurde jeweils eine Zeichnung des bekannten Eifeler Künstlers Conrad Franz überreicht. Die Ehrung nahm Georg Toporowsky, Geschäftsführer des Fördervereins Wollseifen, vor.

Im Anschluss an die Sicherungsarbeiten sollen im Innenraum der Kirche ein Kreuz, Bänke und eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes installiert werden. Darüber hinaus ist geplant, 2009 im Vorhof der Kirche ein ertastbares Modell der ehemaligen Ortschaft Wollseifen aufzustellen.

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