Roetgen: Wolfgang Baltzer ist neuer Vorsitzender des TC Roetgen

Roetgen: Wolfgang Baltzer ist neuer Vorsitzender des TC Roetgen

Die Zeichen standen auf Veränderung beim Tennisclub Roetgen. Bei der Generalhauptversammlung ließ der bisherige Erste Vorsitzende, Willi Axer, die Bombe platzen: „Ich trete nicht mehr an.“ Neben Axer traten auch der Erste Sportwart, Peter Bendig, Pressewart Günther Severain und Kassenwart Björn Ruppert zurück.

Zunächst erfolgte ein Rückblick auf das Jahr 2017. So berichtete Peter Bendig, dass die Damen- und Herren-40-Mannschaft jeweils den dritten Platz bei der Bezirksliga erreichen konnte und die Herren-50-Mannschaft sogar 7:3 Silber erspielten. Allerdings wäre die Erinnerung an den Eifel-Cup 2017 „unschön". Der Club habe sich Spieler leihen müssen, da es zu wenig Anmeldungen gab. Da in diesem Jahr der Eifel-Cup in Roetgen stattfindet, erhofft Bendig sich mehr Interesse von seinen Mitspielern. Ein Lob sprach er an die Jugendabteilung aus, wo die Arbeit vom Einsatz der Eltern geprägt würde. Da Vorstand und Kasse von den Mitgliedern, die das Clubhaus bis auf den letzten Platz besetzten, entlastet wurden, stand den Neuwahlen nichts mehr im Wege.

Nach schneller Wahl konnte Wolfgang Baltzer nach 33 Ja-Stimmen als neuer Erster Vorsitzender seine Arbeit beginnen. Er appellierte: „Wir müssen die Jugendarbeit ausbauen.“ Die Tennisfreunde taten sich schwerer bei der Neubesetzung der anderen Ämter. Für Kassenwart Björn Ruppert konnte zunächst kein Nachfolger gefunden werden. Ähnlich verlief es bei der Suche für den Nachfolger von Peter Bendig. Als neuen Ersten Sportwart nominierte man einen Vater aus der Jugendabteilung, der „zur Not einspringen würde“. Das Amt des Pressewarts konnte wiederum schnell mit Rainer Steffens besetzt werden.

Spannend wurde es, als der Vorstand darauf hinwies, dass ein neuer Clubwart gefunden werden müsse. Helmut Helzle, der momentan Platz- und Clubwart ist, solle entlastet werden. Ein Clubmitglied erinnerte an die Frauenquote und fragte, ob nicht die Damenabteilung einen Clubwart stellen könnte. Die Entscheidung wurde vertagt.

Hitzige Diskussionen

Beim Punkt „Verschiedenes“ kam es zu hitzigen Diskussionen über eine vermutete Nacht-und-Nebel-Rodung am Fußballplatz durch den FC Roetgen und die Vermietung des Clubhauses an Nicht-Mitglieder — zwei Roetgener Vereine. Während manche Teilnehmer die Vermietung als zu preiswert ansahen, zeigten andere sich enttäuscht über die „Verunsauberung“ durch einen Verein im letzten Monat.

Forderung: das Vereinsheim nicht mehr vermieten. Das Ortskartell würde damit ebenfalls ausgeschlossen. Dazu meldete sich Günther Severain zu Wort: „Wenn wir andere Ehrenamtler ablehnen, habe ich kein Verständnis mehr für den TC.“ Der Vorstand versprach, in dieser Sache gewissenhaft zu entscheiden. Nun sollen zunächst während der laufenden Saison keine Vermietungen stattfinden, um den Spielbetrieb nicht zu stören.

Für die Zukunft plant der Verein die Sanierung der Damenduschen, eine automatische Platzbewässerung und die Wartung der Warmwasseranlage.

(kfr)