Nordeifel: Wildschwein befallen: Veterinäramter warnen vor Trichinose

Nordeifel: Wildschwein befallen: Veterinäramter warnen vor Trichinose

Die Veterinärämter aus den Kreisen Düren und Aachen warnen erneut vor Trichinose. Diese Krankheit bricht aus, wenn ein Mensch von Trichinen befallenes Fleisch roh verzehrt, beispielsweise das von Wild- oder Hausschweinen.

Je nach infektionsgrad können nach dem Verzehr starke Muskel- oder Gelenkschmerzen auftreten, die ohne rechtzeitige Behandlung lebenslang anhalten können. In Einzelfälle kann Trichinose sogar zum Tod führen.

Um das zu verhindern, sind seit 1937 in Deutschland Untersuchungen von Fleisch auf Trichinen gesetzlich vorgeschrieben. Eine Nichtbeachtung dieser Vorschrift ist wegen der Gefährlichkeit der Parasiten ein Straftatbestand.

Wie gefährlich Trichinen sind, zeigten im vergangenen Herbst ein Beispiel in Stolberg und jetzt ein Befund im Raum Langerwehe. In Stolberg war der Befall des Wildschweins so stark, dass bereits der Verzehr von nur 100 Gramm rohen Fleischs für den Menschen tödlich gewesen wäre.

Werden die Vorschriften beachtet, ist der Verzehr von Schweinefleisch völlig ungefährlich, denn, so Dr. Peter Max Heyde, Leiter des Aachener Kreisveterinäramtes, die lückenlosen Untersuchungen der Tiere garantieren, dass bei jedem positiven Befund das Fleisch sofort aus dem Verkehr gezogen und vernichtet wird, bevor er verzehrt werden kann.

Die überwältigende Mehrzahl der untersuchten Tiere sei frei von Trichinen. Das Veterinäramt des Kreises Düren will den jüngsten Befund zu Anlass nehmen, die Jägerschaft erneut zu sensibilisieren, wie wichtig die Trichinenuntersuchung ist.