Wetterrückblick: Januar 2019 in der Eifel - Erst mild, dann winterlich

Wetterrückblick : Der Januar in der Eifel war erst mild, dann winterlich

Einer milden und feuchten ersten Januarhälfte des Jahres 2019 in der Region folgten ab dem 17. Januar Schneefälle und Hochdruckwetter mit eisiger Kälte, aber auch Sonnenschein.

Zum Monatsende wurde es sogar winterlich weiß bis in die Niederungen. Der Januar war der erste zu kühle Monat seit März 2018, und die negativen Abweichungen vom Mittelwert des Zeitraums 1981-2010 lagen bei etwa einem Grad.

Folgende Monatsmitteltemperaturen wurden ermittelt (Abweichung in der Klammer): Aachen-Orsbach +1,7° (-1,2°), Höfen -0,1° (-0,5°), Kalterherberg -0,8° (-1,2°) und am Windpark Schöneseiffen/Wahlerscheid -1,0° (-1,2°). Die kältesten Nächte wurden im Kreis Aachen um den 21. Januar beobachtet.

Die Luft war sehr trocken und so konnte sich über Schneedecken strenger Frost ausbilden: Stolberg -6°, Aachen -7°, Alsdorf-Warden -8°, Windpark Schmidt -9°, Monschau-Mützenich und Roetgen -10,6°, Höfen -14,0°, Kalterherberg -14,4° und im Rurtal bei Küchelscheid sogar -16,7°. Am Erdboden über Schnee sanken die Tiefstwerte bis -19,3° in Kalterherberg.

Bedingt durch die häufigen Tiefdruckgebiete in der ersten Monatshälfte blieb die Zahl der Sonnenstunden nur gering, verbreitet wurden nur 75 bis 90 Prozent des Mittelwertes summiert. Folgende Sonnenstunden speisten die Solaranlagen im Kreisgebiet: 53 Stunden in Kalterherberg und Alsdorf, 51 Stunden am Windpark Schöneseiffen, 48 Stunden in Aachen und Schmidt sowie 42 Stunden in Mützenich.

Nur an wenigen Tagen kamen über die Nordsee kräftige Sturmtiefs ins Rheinland. Windstärke 8 wurde nur in den Höhenlagen oder rund um Aachen registriert, so z.B. 70 km/h in Kalterherberg am 13. Januar.

Zum Abschluss noch der Blick auf die Niederschläge. Nach einem sehr nassen Dezember half auch der Januar, die Talsperren und den Grundwasserspiegel aufzufüllen. Die Unterschiede zwischen den Niederungen und den Höhengebieten waren deutlich ausgeprägt, wobei die Abweichungen zwischen 110 und 160 Prozent des Mittelwertes lagen. Hier ein Vergleich von Wetterstationen im Kreis Aachen: Alsdorf-Warden 89 l/qm, Schöneseiffen 93 l, Aachen 98 l, Schmidt 114 l, Perlenbachtalsperre 138 l, Roetgen 165 l, Höfen 169 l (160 Prozent) und Kalterherberg 172 l/qm (127 Prozent).

Dank der Schneehöhen Ende Januar konnten überall die Loipen gespurt werden, und das erste Februarwochenende brachte dann zum ersten Mal viele Ski- und Rodelfans in die Eeifel. Folgende Schneedecken wurden am 31. Januar gemessen: Kalterherberg 40 Zentimeter, Höfen 30 cm, Roetgen 28 cm, Schmidt 19 cm und Aachen 5 cm. Also nur bescheidene Schneemengen, vor allem wenn man an die großen Schneefälle in der Nordeifel denkt, wie z.B. 143 cm in Kalterherberg im Februar 1953.

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