Nordeifel: Weberknechte: Schnelle Beine, die ganz leicht abbrechen

Nordeifel: Weberknechte: Schnelle Beine, die ganz leicht abbrechen

Im Spätsommer und Herbst ziehen sie sich in Keller, Schuppen und Garagen zurück, die seltsamen Weberknechte. Im Sommer findet man die nachtaktiven Spinnentiere häufig auf Blüten und Pflanzenteilen. Ihr unscheinbar gefärbter Körper, bei dem Kopf und Rumpf eine Einheit bilden, wird 15 bis 22 Millimeter lang, aber ihre acht Beine sind im Verhältnis zum Körper unwahrscheinlich lang.

Aufgrund der langen Laufbeine sind Weberknechte gute Läufer und bewegen sich auf Zweigen und Blättern sicher. Die Beine sind außerordentlich dünn und können leicht abbrechen. Die Beine wachsen nicht nach, so dass man durchaus auch Weberknechte mit weniger als acht Beinen finden kann.

Weberknecht verfügen im Gegensatz zu den Webspinnen nur über zwei Augen, über die sie wahrscheinlich nur Hell und Dunkel unterschieden können. Sie orientieren sich mit Tastorganen an den langen Beinen.

Unser heimischer Weberknecht ist nachtaktiv und versteckt sich tagsüber in Felsritzen, im Blätterwald oder an versteckten Blättern am Boden. Er überwintert hinter Baumrinden, in Felsspalten oder Baumhöhlen und ähnlichen Verstecken.

Weberknechte ernähren sich von mikroskopisch kleinen Insekten und Spinnentiere, einige Arten auch von kleinen Schnecken. In der lockeren Spreu des Laubwaldes, in Gärten, Wiesen und Hecken grasen sie mit ihren Kiefern abgestorbene Pflanzenteile ab, auf denen kleine Tiere sitzen. Die intensive Landnutzung ist die Hauptursache für den Rückgang einiger Arten aus der Ordnung der Weberknechte.

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