Simmerath: Wartezeit auf den „weißen Rauch” verlängert sich

Simmerath: Wartezeit auf den „weißen Rauch” verlängert sich

Jeder kennt dieses Gefühl: Man wartet dringend auf eine wichtige Entscheidung und die wird dann nicht im erhofften Zeitrahmen getroffen. Die Unruhe steigt, irgendwann liegen die Nerven blank.

Doch genau das ist bei der Belegschaft des Simmerather St. Brigida-Krankenhauses nicht der Fall. Zwar warten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt seit etwa zwei Wochen auf das Jawort aus Köln, doch, so Dr. Guido Schneiders, Sprecher der Mitarbeitervertretung, seien die Kollegen „zuversichtlich, dass es weitergeht”.

Die beiden handelnden Personen, gemeint sind Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Malteser-Geschäftsführer Karl Prinz zu Löwenstein, seien „sich einig”. Jetzt gehe es noch um die Ausgestaltung des Vertrages. Dr. Schneiders: „Das sollte man sie in aller Ruhe machen lassen.”

Bereits vor rund zwei Wochen sollte im Haus der Städteregion weißer Rauch aufsteigen. Noch bis Ende vergangener Woche hatte Helmut Etschenberg auf Nachrichten der Malteser gehofft. Doch musste der Städteregionsrat in Urlaub gehen, ohne dass die Angelegenheit in trockenen Tüchern war.

Krankenhaus ist Chefsache

An diesem Zustand wird sich auch bis Ende nächster Woche nichts ändern, denn Etschenberg habe das Thema zur Chefsache erklärt, und solange der Verwaltungschef seinen wohlverdienten Urlaub genieße, tue sich nichts.

Auch habe Etschenberg alle Telekommunikationseinrichtingen abgeschaltet und sei nicht erreichbar. Und weil man über Stand und Inhalt der Verhandlungen ohnehin Stillschweigen vereinbart habe, „gibt es von unserer Seite nichts zu berichten”, so Detlef Funken, Pressesprecher der Städteregion.

Was der Grund für die lange Denkphase in der Malteser-Zentrale in Köln sei, wollte diese Zeitung wissen. Dort gab es keinen Kommentar zu diesem Thema. Dass noch keine Entscheidung gefallen sei, hänge auch mit der Urlaubszeit zusammen, so Malteser-Pressefrau Annerose Sandner.

Nichts Erhellendes konnte auch die Pressestelle des Erzbistums Köln beisteuern. Die Angelegenheit sei in der Beratung und Joachim Kardinal Meisner habe seine Meinung nicht geändert. Es gebe also keinen neuen Sachstand und folglich eben auch nichts mitzuteilen.