Nordeifel: „Wanderbares Deutschland”: Monschauer Gastronomen bekommen Urkunde

Nordeifel: „Wanderbares Deutschland”: Monschauer Gastronomen bekommen Urkunde

Das Monschauer Land ist „wanderbar”. Das meinen jedenfalls Martin Lambertz vom Campingplatz „Zum Jone-Bur” in Imgenbroich, Ilja Papas vom Saunadorf „Roetgen Therme”, Helene Schmitz vom Ferienhaus „Vennblick” in Mützenich, Luc Van Winckel vom Restaurant „Fringshaus” sowie Jürgen Ziemons vom Landgasthof „Gut Marienbildchen” in Roetgen.

Sie gehören zu den Gastronomen, die den Wandertourismus als Chance sehen und haben ihr Angebot entsprechend ausgerichtet.

Damit dies die Wanderer im Monschauer Land auch künftig auf einen Blick erkennen können, erhielten alle genannten Gastronomen aus den Händen von Barbara Frohnhoff von der Monschau Touristik eine entsprechende Urkunde und vor allem eine Plakette, die künftig an der Eingangstüre prangen wird.

Die Plakette trägt die Aufschrift „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland”. Als solche haben sich diese Betriebe nämlich in einem aufwendigen Verfahren zertifizieren lassen. Sehr zur Freude von Margareta Ritter, Geschäftsführerin der Monschauer Land Touristik: „Wir sind eine Wanderregion, die sich nicht zuletzt aufgrund des Eifelsteigs rasant entwickelt.” Doch die besten Wanderwege, wie sie das Monschauer Land auch neben dem Eifelsteig zu bieten habe, nützen nichts, wenn die Infrastruktur nicht stimme. Der Wanderer wolle sich wohlfühlen und daher sei man auf das Engagement der Betriebe angewiesen.

Nun, in den Betrieben, die jetzt zertifiziert wurden, dürfte dies mit Sicherheit der Fall sein. Für Helene Schmitz jedenfalls war es überhaupt keine Frage, sich den Anforderungen zu stellen: „Schließlich liegen wir mit unserem Ferienhaus direkt am Eifelsteig und am Hohen Venn.” Für sie sei es auch keine Frage, ihr Ferienhaus lediglich für eine Nacht zu vermieten. Sie habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass viele Eifelsteig-Wanderer wieder kommen - und dann für mehrere Tage.

Das konnte auch Martin Lambertz bestätigen: „Immer häufiger steuern Menschen unseren Campingplatz an, die in der Region ein verlängertes Wanderwochenende oder sogar einen ganzen Urlaub verbringen möchten. Diese Leute sind immer sehr froh, wenn wir ihnen gute Wandertipps und Routenvorschläge machen können.” Auch im Saunadorf „Roetgen Therme” werden nach Auskunft von Ilja Papas die Kunden immer häufiger, die nach einer strammen Wanderung Erholung und Entspannung suchen: „Die Wanderer sind immer froh, wenn sie bei einer Massage oder einem Saunabesuch relaxen können.”

Das Restaurant „Fringshaus”, direkt am Venn gelegen, ist nach Auskunft von Luc Van Winckel schon seit Generationen eine Anlaufstelle für Wanderer. Ihnen möchte der Gastronom auch in Zukunft einen besonderen Service bieten: „Daher haben wir gemeinsam mit dem belgischen Forst eine schöne Wanderschleife angelegt, die ebenfalls zum Eifelsteig führt”.

Laut Barbara Frohnhoff sind die nun zertifizierten Betriebe in besonderer Weise auf die Bedürfnisse des Wandergastes eingegangen. „Das Qualitätssiegel” erläuterte sie, „wurde vom Deutschen Wanderverband entwickelt und die Kriterien in den Betrieben von Experten überprüft.” Und diese Anforderungen sind nicht ohne. So müssen die Betriebe etwa Wanderer auch für eine Nacht aufnehmen, individuell durch wanderkundige Mitarbeiter beraten, Routenvorschläge und Informationsmaterial liefern sowie Wetterinformationen geben können. Ebenfalls wird ein Hol- und Bringservice zu den Wanderwegen, der Gepäcktransport zur nächsten Unterkunft, ein Reservierungsservice für die nächste Unterkunft oder ein Trockenraum für Ausrüstung und Kleidung, Schuhputzzeug und Ablageschalen für Wanderschuhe erwartet.

Margareta Ritter jedenfalls würde sich freuen, wenn auch andere Unternehmen diesem Beispiel folgen würden: „Ich möchte an dieser Stelle gerne darauf hinweisen, dass die Monschauer Land Touristik die Betriebe über diese Maßnahmen informiert und sie auch begleitet. Interessierte Betriebe können sich gerne bei ihren Touristikbüros vor Ort eingehend informieren.”