Wallfahrts-Tradition in Steckenborn

Von Steckenborn nach Barweiler: Lange Wallfahrts-Tradition lebt weiter

Seit dem Jahr 1750 pilgern die Gläubigen der Pfarre St. Apollonia Steckenborn nach Barweiler, um im Wallfahrtsfahrtsort unweit des Nürburgrings der Gottesmutter mit der Lilie zu huldigen.

Die viertägige Fußwallfahrt durch die Eifel, die traditionell am ersten Sonntag im Oktober stattfindet, hat in der Pfarre nach wie vor eine hohe Bedeutung, und sie gehört zweifellos zu den Höhepunkten des Kirchenjahres im Ort. Auch bei der 268. Wallfahrt in diesem Jahr verzeichnete Präfekt Ludwig Poschen wieder gute Teilnehmerzahlen, „auch wenn die Tendenz insgesamt leicht rückläufig ist“, sagt er.

Wichtigster Eifeler Marienwallfahrsort

Am ersten Tag machten sich 82 Pilger auf den insgesamt 130 Kilometer langen Weg, am zweiten Tag waren es bei der Ankunft in Barweiler 105 Prozessionsteilnehmer. 93 Pilger waren es am dritten Tag, und 55 tapfere Wallfahrer wurden am Mittwochabend bei der Ankunft an der Barweilerkapelle in der Hammersheck gezählt.

Zur Gottesmutter mit der Lilie in Barweiler pilgern die Steckenborner seit 268 Jahren. Foto: Peter Stollenwerk

Hier empfing Pastor Michael Stoffels die Prozession, ehe es gemeinsam zum Schlusssegen in die Pfarrkirche ging. Damit gehörte die Steckenborner Barweilerprozession einmal mehr zu den stärksten der zahlreichen Prozessionen im Marienwallfahrtsort Barweiler, den jährlich rund 10.000 Pilger aufsuchen. Barweiler gilt als wichtigster Marienwallfahrtsort der Eifel.

Bei Regen starteten die Steckenborner Wallfahrer am vergangenen Sonntag, der sich aber bald verzog. An den restlichen Tagen wurden sie von goldenem Oktoberwetter begleitet.

Präsent für den Präfekt

Im Rahmen der von Pfarrer Stoffels zelebrierten Pilgermesse in Barweiler wurde Ludwig Poschen eine besondere Ehre zuteil. Seit 25 Jahren übt es das Amt des Präfekten aus, was mit einem kleinen Präsent gewürdigt wurde. Der 77-Jährige nahm in der ihm eigenen bescheidenen Art ein kleines Präsent entgegen und hofft nun, dass er auch weiterhin die Prozession begleiten darf. Wie oft er selbst an der Barweilerprozession teilgenommen hat, kann der Präfekt nicht genau sagen, „aber es dürften bald 50 Mal gewesen sein“, sagt er.

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