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Schüler des Monschauer Gymnasiums erforschen Hohe Tauern: Von der Piste zum Nationalparkzentrum

Schüler des Monschauer Gymnasiums erforschen Hohe Tauern : Von der Piste zum Nationalparkzentrum

Das Sankt-Michael-Gymnasium in Monschau (MGM) trägt, so wie einige andere Schulen in der Nordeifel auch, auch für die kommenden drei Jahre das Siegel „Nationalpark-Eifel-Schule“. Auf einer Skifreizeit lernten die Schüler viel über Flora und Fauna.

Dass diese Zertifizierung nicht nur bedeutet, sich mit der Natur vor der eigenen Haustüre zu befassen, zeigten nun die Achtklässler des MGM im Rahmen der traditionellen Schul-Skitour nach Mallnitz, wo die Schülerinnen und Schüler den Nationalpark „Hohe Tauern“ erforschten.

Bisher bildeten immer ein sportlicher Aspekt – Erlernen bzw. Verbessern der Skifahrt-Technik – und ein sozialer Aspekt die Schwerpunkte dieser klassenübergreifenden Fahrt. Dieses Jahr wurde als weiterer Aspekt hinzugenommen, die Region „Hohe Tauern“ und das dortige Ökosystem genauer kennenzulernen und Vergleiche zwischen den beiden Nationalparks – Eifel und Hohe Tauern – zu ziehen. „Ermöglicht wurde dies durch die freundliche Unterstützung des Teams des Nationalpark-Zentrums Hohe Tauern, das extra für die Gruppe aus Monschau das Info-Zentrum öffnete und drei Führungen organisierte“, berichtete die stellvertretende Schulleiterin Alexandra Stein.

Die Schülerinnen und Schülerseien sehr beeindruckt gewesen von der vielfältigen Fauna und Flora der Region, in der sie schon eine Woche lang Ski gefahren waren. Außerdem erkannten sie viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Nationalparks, wie den zugrundeliegenden Gedanken, die Natur mehr sich selbst zu überlassen. Aber sie stellten auch zahlreiche Unterschiede fest. So unterscheidet sich die Vegetation in der alpinen Zone der Hohen Tauern deutlich von der der Eifel. Eine einmal beschädigte Pflanzendecke wächst in den Hohen Tauern viel schwerer wieder nach als dies in der Eifel der Fall ist.

Ranger Christian Steiner vom Nationalpark „Hohe Tauern“ erläuterte den Jugendlichen, dass die intensiv touristisch genutzten Flächen, wie die Skipisten, nicht zum Nationalpark gehören. Auch hier erkannten die Schülerinnen und Schüler Parallelen zum Nationalpark Eifel, der den touristisch genutzten Rursee nicht beinhaltet. Foto: Alexandra Stein

Natürlich stellte sich den Schülerinnen und Schülern an dieser Stelle auch die Frage wie sich Nationalpark und Ski-Tourismus vertragen. Der Ranger, Christian Steiner, vom Nationalpark „Hohe Tauern“ erläuterte den Jugendlichen, dass die intensiv touristisch genutzten Flächen, wie die Skipisten, nicht zum Nationalpark gehören. Auch hier erkannten die Schülerinnen und Schüler Parallelen zum Nationalpark Eifel, der den touristisch genutzten Rursee nicht beinhaltet.

Christian Steiner erklärte den interessierten Kursteilnehmern weiter, dass jeder Tourist aktiv zum Schutz dieses Ökosystems beitragen kann, indem er mit den Ressourcen verantwortungsbewusst umgeht. Das heißt, dass kein unnötiger Müll produziert werden sollte und man seinen Müll immer wieder mitnimmt. Die Nutzung der Skibusse anstelle des eigenen Wagens ist sinnvoll. Die Beschneiungsanlagen sollten – um Energie und Wasser zu sparen – nur eingesetzt werden, wenn es absolut notwendig ist. Dies und viele andere gute und leicht umsetzbare Hinweise, die zum großen Teil auch in der Eifel genutzt werden können, erarbeiteten die Jugendlichen zusammen mit dem Ranger.

Absolutes Highlight der Führung waren aber die interaktiven Forscherräume, in denen die Achtklässler durch kleinere Experimente Phänomene zum Wasserkreislauf, der Bedeutung des CO2 in der Atmosphäre und ähnlicher Fragestellungen untersuchen konnten.

Die Schülerinnen und Schüler des Monschauer Gymnasiums waren sich einig, dass dieser Besuch im Nationalpark-Infozentrum „Hohe Tauern“ sehr interessant und informativ war und die Schulskifahrt um einen interessanten Aspekt erweiterte. Auch das Ski-Team der Schule und die Leitung des Nationalpark-Infozentrums „Hohe Tauern““ planen diese Zusammenarbeit in den kommenden Jahren weiter zu vertiefen.