Vom Tornado Geschädigte können sich noch bis 31. Oktober melden

Nach dem Tornado : Frist für Spendenbedarf verlängert

Die vom Tornado betroffenen Bürger in Roetgen müssen weiter auf die Verteilung der Spenden warten. Die Frist, innerhalb derer sich die Betroffenen melden können, um einen Bedarf an den eingegangenen Spenden anzumelden, wurde jetzt bis zum 31. Oktober 2019 verlängert.

Das hat der Gemeinderat auf Antrag der UWG mit 15 Zustimmungen, drei Gegenstimmen und acht Enthaltungen beschlossen. So soll weiteren Geschädigten die Gelegenheit gegeben werden, sich noch zu melden. Zuvor war darüber auch im Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss intensiv diskutiert worden, als es eigentlich darum gehen sollte, wie die Spenden verteilt werden.

Ursprünglich war geplant, sich den Bedarf belegen zu lassen und die persönlichen Verhältnisse zu prüfen, um die Spenden bedarfsorientiert verteilen zu können. Solch eine Prüfung hätte aber gegen den Datenschutz verstoßen. Daher wurden die Geschädigten gebeten, sich bis zum 31. Juli selbst bei der Gemeinde zu melden. Im September sollte die Politik dann aber über die Verteilung beraten.

Bis zum Ablauf der ursprünglichen Frist am 31. Juli hatten sich rund 30 Haushalte bei der Gemeinde Roetgen gemeldet, um von den Spenden zu profitieren. Diese betragen insgesamt 19.051 Euro und sollen nach Ablauf der neuen Frist zu gleichen Teilen an die Betroffenen weitergeleitet werden.

Gabriele Weinz ist eine der Betroffenen und hat wenig Verständnis für die Entscheidung, die Frist zu verlängern. Schließlich sei der Ablauf der ursprünglichen Frist überall bekannt gemacht worden, so dass jeder genügend Gelegenheit gehabt habe, sich rechtzeitig zu melden.

„Der Tornado war im März, sofort wurde zu der Spendenaktion aufgerufen, aber deren Verteilung verzögert sich immer wieder. Ich gönne jedem seinen Teil an den Spenden. Aber wie mit der Verteilung umgegangen wird, ist für mich nicht mehr nachvollziehbar“, sagt sie.

Vom Tornado Betroffene haben jetzt also noch bis einschließlich 31. Oktober Gelegenheit, sich bei der Gemeindeverwaltung zu melden, um einen Bedarf an den eingegangenen Spenden anzumelden. Die Bedarfsanmeldung erfolgt auf rein freiwilliger Basis. Der Bedarf ist schriftlich anzumelden. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird darum gebeten, das Anschreiben an den Bürgermeister mit dem Vermerk – persönlich – zu adressieren.

(ag)
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