Nordeifel: Volleyball: Ein Sport, der auch in der Eifel stark verbreitet ist

Nordeifel: Volleyball: Ein Sport, der auch in der Eifel stark verbreitet ist

Annehmen. Stellen. Angreifen. Ein System, das viel einfacher klingt als es ist. Aber in den Kreisen der Volleyballer sind es die drei Dinge, die Voraussetzung sind für ein effektives Spiel. Dieser Sport hat viel zu bieten. Man ist stets in Bewegung und das immer mit Leuten, die die Liebe zum Volleyball mit einem teilen.

Gerade in der Eifel zeigt dieser Mannschaftssport, dass nicht nur ein gutes Verhältnis innerhalb der Vereine wichtig ist, sondern auch eine gute Beziehung zu den Nachbarvereinen. So entsteht ein harmonisches Zusammenspiel von Sport und Gemeinschaftssinn. In zwei Folgen wirft die Lokalredaktion einen Blick auf die aktuelle sportliche Situation.

Eine Mannschaft mit Erfolg und Spaß am Spiel: Die Damen des TV Höfen haben bisher in der Saison 2013/14 nur eine Niederlage einstecken müssen. Da ist das Strahlen auf dem Mannschaftsfoto verständlich.

Monschau mit sieben Teams

Die Kleinen unter den Volleyballern: Die D-Jugend des TV Mützenich macht in dieser Saison erste Spielerfahrungen.

Viele werden die Tura Monschau noch vom „Spiel deines Lebens“ gegen die „Ladies in black“ vom letzten Sommer kennen, als der Bundesligist aus Aachen in der Eifel aufschlug. Im Meisterschaftsbetrieb steht es sehr gut um die Volleyballabteilung.

Die Damen der Spielgemeinschaft des TV Roetgen und der Hansa Simmerath posieren zufrieden mit ihren Trainern Klaus Schmitz und Fred Böckmann.

Ganze sieben Mannschaften weist die Tura auf. Die Damen III spielen derzeit in der Bezirksklasse, während die Damen II eine Klasse höher in der Bezirksliga spielen. Die erste Damenmannschaft kämpft sogar in der Landesliga um Punkte und kann sich dort gut durchsetzen. Von insgesamt neun teilnehmenden Teams belegen die Monschauer einen guten vierten Platz in der Tabelle.

Auch im Jugendbereich zeigt die Tura ein hohes Niveau. Die C-Jugend feierte letzte Saison sogar den Meistertitel, und zeigt sich auch in diesem Jahr schlagkräftig. Besonders die B-Jugend freut sich über ihren stetigen Erfolg. Die Mädels spielen in der Oberliga und rangieren dort im Moment auf dem zweiten Platz.

Aber nicht nur für die jüngeren Monschauer wird Volleyball angeboten. Die Tura hat auch eine Mixed- und eine Seniorinnen (Ü31)—Mannschaft. Die Mixed-Mannschaft besteht nun schon seit zehn Jahren und trainiert regelmäßig jeden Donnerstag. Auch am Meisterschaftsbetrieb nehmen die Spieler teil, und würden dies auch gerne weiter machen. Allerdings sorgen sie sich ein wenig um die Mitgliederzahl. Daher darf jeder, der Interesse am Volleyball hat, gerne zum Training kommen und in einer geselligen Gruppe — so berichtet Klaus Pauls auf der Tura-Internetseite — ein wenig Sport treiben.

Schmidt mit starker Jugend

Der Ursprung des Volleyballs beim TuS Schmidt liegt bei zwei Hobbymannschaften. Heute stellt der TuS eine ganze Reihe von volleyballbegeisterten Teams.

„Vor allem den Jugendbereich konnten wir in den letzten Jahren stärken und somit unseren Nachwuchs sichern,“ berichtet Gina Lutterbach. Es gibt eine weibliche C-und B-Jugend, sowie eine männliche A-Jugend. Die neun Mädels der B-Jugend nehmen derzeit den dritten Tabellenplatz ein und freuen sich mit ihren Trainern Sascha Huben und Marcel Hilgers über die jüngsten Erfolge, da die Mannschaft erst in der vergangenen Saison in den Meisterschaftsbetrieb startete. Auch die männliche A-Jugend startete letztes Jahr und sicherte sich direkt den zweiten Platz. Zwölf Jungs sind es, die gemeinsam mit den Herren jeden Mittwoch und Freitag trainieren, und im Moment den fünften Platz belegen.

Die Damen bestehen leider nur noch „zur Hälfte“. Gab es im letzten Jahr noch zwei Mannschaften, begeistert heute nur noch ein Team. Zweimal wöchentlich trainieren die jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren und befinden sich derzeit auf Platz zwei in der Kreisliga. Mit 15 Spielerinnen bilden sie das größte Team der Abteilung. In Notsituationen stehen trotzdem immer die Mitglieder der B-Jugend bereit, so dass Spielermangel bei den Schmidter Mädels kein Thema ist.

Das sieht bei den Herren ein wenig anders aus. Mit sechs „festen Herren“ bilden sie eindeutig die kleinste Mannschaft, weshalb die Jungs aus der A-Jugend oftmals aushelfen. Seit drei Jahren spielen sie in der Bezirksklasse und feierten schon einige Siege. 2011 wurden sie Kreispokalsieger, und sowohl 2012 als auch 2013 standen sie im Finale des Kreispokals — das alles ohne die Betreuung eines festen Trainers.

Neben diesen genannten Teams betätigen sich auch noch zwei Hobbymannschaften und der „Wellness Club“, in dem männliche Hobbyspieler um den Ball kämpfen, beim TuS Schmidt. So hat von Klein bis Groß jeder die Chance, im TuS Schmidt seinen Platz zu finden. Daher werden auch jährlich die beliebte Volleyballnacht in der Halle und das Open Air -Turnier auf dem Sportplatz veranstaltet. Für aktive Spieler finden zudem Trainingstage, bzw. ein Trainingslager statt.

Interessant ist aber vor allem, dass einige Betreuer bei den „Ladies in Black“ (1. Bundesliga der Damen in Aachen) ihre Wurzeln in Schmidt haben. Axel Scheidtweiler, 1. Vorsitzender des TuS, ist Co-Trainer der Ladies, während Kai Niklaus als Scout tätig ist. Auch in den vergangenen Jahren waren diese Aufgaben an Schmidter vergeben, was einen möglichen „Karrierestart“ der Volleyballer im TuS begünstigen kann.

Roetgen: Volleyball aus Tradition

Seit 40 Jahren währt die Geschichte des Volleyballs beim TV Roetgen. Heute kann der TV zahlreiche Mannschaften vorweisen. Dazu gehören unter anderem zwei Herrenteams und eine Damenmannschaft. Die erste Herrenmannschaft ist sehr erfolgreich in der Bezirksliga unterwegs. In den letzten Wochen besiegten sie sogar den Tabellenführer (SV Neptun II) und den Tabellenzweiten (SC Alemannia Lendersdorf). Die Damen spielen in einer Spielgemeinschaft mit Hansa Simmerath und werden von Klaus Schmitz und Fred Böckmann trainiert.

Auch eine Hobbymannschaft gibt es, die sich jede Woche einmal mit ungefähr 20 Aktiven trifft und in angenehmer Atmosphäre trainiert. In der Jugendabteilung agieren zwei weibliche Mannschaften (C- und B-Jugend), während zusätzlich eine männliche C-Jugend am Start ist. Bei den Mädels aus der B-Jugend läuft es sehr gut; sie wurden ungeschlagen Herbstmeister. Aber auch die Herren ließen aufhorchen. 2012 holten sie den Kreispokal gegen den TuS Schmidt, und beim insgesamt vierten Auftritt im Kreispokalfinale folgte der zweite Sieg.

Auf diese emotionalen Ereignisse blicken alle gerne zurück, aber es gibt auch noch weitere sportlich einprägsame Ereignisse, zum Beispiel die Volleyballnacht: „Am 27.12.2013 war es mal wieder soweit. Der Höhepunkt des Roetgener Volleyballjahres fand statt“, berichtet Holger Uellendall. Einige Roetgener Spieler trafen sich in der Sporthalle und bildeten gemeinsam mit ihren Volleyballfreunden aus Aachen, Stolberg, Düsseldorf und Belgien zwölf ungefähr gleich starke Gruppen. Von der Bezirks- bis zur 2. Bundesliga war alles dabei. Nach dem Aufwärmen begann die Volleyballnacht um 21 Uhr. Gegen 1 Uhr kämpften die Besten dann um die Plätze eins bis sechs, bis letztendlich um halb 2 die glorreichen Sieger feststanden. Angeführt wurde das Siegerteam von Holger Falk, der im TV Roetgen als Angreifer sein Talent unter Beweis stellt.

Höfen mit nur einer Mannschaft

Auch wenn in dieser Saison nur eine Damenmannschaft des TV Höfen gemeldet ist, hat sich diese bisher wacker geschlagen und in bisher acht Spielen erst eine Niederlage erlitten. Das gibt den zehn Spielerinnen sehr viel Motivation, da die Chancen gut stehen, in die Bezirksklasse aufzusteigen.

So blendend sah es jedoch nicht immer aus. Viele Jahre lang existierte keine Damenmannschaft in Höfen, bis vor drei Jahren wieder genügend Spielerinnen Interesse zeigten. Dann trainierte Janine Huppertz für zwei Jahre die Truppe und meldete sie in der Bezirksklasse. Dort jedoch konnte sich die Mannschaft nicht richtig durchsetzen, was umgehend zum Abstieg in die Kreisliga führte. Aber jetzt hat sich das Blatt gewendet. Die Höfener Damen starten richtig durch. In der Jugendabteilung herrscht allerdings Stillstand. Diese Saison kam aufgrund Spielermangels und Altersbedingungen kein Team zu Stande. In den letzten fünf Jahren sah das noch anders aus, denn da hat es immer eine A- oder B-Jugend gegeben. Für den krönenden Abschluss sorgte die A-Jugend schließlich im April vergangenen Jahres, als die Mannschaft den zweiten Tabellenplatz erreichte. Aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist.

So kann man mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die derzeitige Situation im Volleyball-Jugendbereich des TV Höfen blicken. Für die nächste Saison hoffen die Trainer aber, dass sie wieder eine Jugendmannschaft coachen können.

Weitaus erfreulicher ist der Blick auf das Höfener Freizeitvolleyballteam. Hier trainieren zehn Damen im Alter von 30 bis 65 Jahren, die früher schon als aktive Spielerinnen in den Meisterschaften Erfahrung gesammelt haben. Nun steht der Spaß natürlich an erster Stelle, wobei das nicht heißt, dass die Mannschaft nicht mit dem nötigen Ernst Volleyball spielt. „Wir haben da immer viel Spaß und das sieht auch noch richtig nach Volleyball aus, was wir da machen“, berichtet Britta Prümmer, die gemeinsam mit Monika Krutt und Stefan Kirch die erfolgreiche Damenmannschaft trainiert. Die Freizeitmannschaft findet man, wenn dann im Sommer sogar hier in der Eifel mal gutes Wetter herrscht, draußen auf dem Beachplatz. Immer montags ist Training.

Mützenich hat auch starke Fans

Von ganz klein, bis ganz groß, findet man beim TV Mützenich die Volleyballer vereint.

Die Damenmannschaft ist eindeutig das Team mit den meisten Spielerinnen. Trotzdem läuft es nicht immer so, wie es sich Trainer Ralf Wendorff und seine Mädels wünschen. Zur Zeit stehen sie auf dem sechsten Platz in der Tabelle der Kreisliga, was weder richtig schlecht, noch überragend gut ist. Das letzte Spiel jedoch ist besonders erwähnenswert. Gegen die DJK SG Nütheim-Schleckheim hat die Mannschaft noch mal alles gegeben, um in spannenden fünf Sätzen das Spiel für sich zu entscheiden. „Die Halle gehörte uns!“, war Ralf Wendorff noch voller Begeisterung beim nächsten Training. Dabei bezog er sich besonders auf die mitreißende Stimmung in der Schleckheimer Sporthalle, für die die Mützenicher Fans gesorgt hatten.

Insgesamt muss die Damenmannschaft hart kämpfen und sich in dieser Saison an neue Spielerinnen aus den Jugendmannschaften gewöhnen, da einige Aktive des letzten Jahres nicht mehr mitspielen können. Trotz des teilweise großen Altersunterschiedes verstehen sich alle Mädels sehr gut und genießen die gemeinsame Zeit auf dem Feld.

Über drei Jugendmannschaften verfügt der TV Mützenich derzeit. Elise Feldmann trainiert die „Kleinen“ in der D-Jugend, wo es darum geht, erste Spielerfahrungen zu sammeln. Im Moment stehen sie daher auf dem vorletzten Platz der Tabelle. Sabine Thönnessen trainiert die C- und B-Jugendlichen. Die Leistungen dieser beiden Teams gleichen derzeit noch einer Achterbahnfahrt, generell sind die Mannschaften aber zufrieden.

Mit der Mannschaft gewachsen

Die B-Jugend steht zur Zeit sogar auf Platz zwei der Tabelle. Diese Mannschaft ist mit dem Volleyballspielen mehr oder weniger aufgewachsen, weshalb ein richtig gutes Klima auch während des wöchentlichen Trainings herrscht. Schon seit mehr als drei Jahren spielen die meisten Mädels gemeinsam.

Die C-Jugend ist etwas gemischter aufgestellt. In dieser Altersklasse fehlen dem TV eigentlich einige Volleyballbegeisterte. Jetzt setzt sich die Mannschaft schließlich aus einigen „neuen“ und einigen „alten“ Spielerinnen zusammen. Man versucht, sich nach Kräften zu unterstützen. Nach einer kurzen Anlaufphase harmoniert aber auch dieses Team gut.

Nicht nur ehrgeizige Spieler sind schließlich wichtig, sondern vor allem der Spaß am Spiel und ein gutes Verhältnis in den Mannschaften sollten im Vordergrund stehen.