Monschau: Volles Programm für die Höfener Krippenbauer

Monschau: Volles Programm für die Höfener Krippenbauer

Betritt man derzeit das Gelände hinter dem Felsenkeller-Brauhaus in Monschau, dann begegnen einem Männer in Blaumann und Arbeitshandschuhen, die mit viel technischem Vermögen und Werkzeug an der Krippe bauen, um sie für die Adventszeit herzurichten.

Denn die Höfener Krippenbauer sind wieder da, um alles für das beliebte Weihnachts-Event - die „Lebende Krippe” - vorzubereiten. Am 26. November wird um 15 Uhr starten die Krippenfreunde Höfen wieder. Da wird zu Erzählerstimme und Musik die Heilige Familie zu bewundern sein, ebenfalls die heiligen drei Könige, die Hirten und die Tiere. An den Adventswochenenden wird dann jeweils um 15 und 17 Uhr die Weihnachtsgeschichte inszeniert.

Damit alles reibungslos abläuft sind noch viele Vorbereitungen nötig. Harald Rader und Elke Mießen, die Vorsitzenden des Höfener Krippenvereins, sind natürlich dabei. Sie überprüfen nicht nur die Arbeit der zahlreichen Vereinsmitglieder, die ihre Freizeit in den Ausbau der Krippe investieren, sondern legen natürlich immer selbst mit Hand an.

„Ich bin zwar auch Vorsitzender, aber manchmal eher das Mädchen für alles”, kommentiert Rader gut gelaunt. Auch wenn noch einiges zu tun ist, so wirkt er doch wesentlich entspannter als im Vorjahr. „Damals mussten wir unter enormem Zeitdruck grundlegende Arbeiten verrichten, um das Gelände überhaupt erst einmal bespielbar zu machen”, erläutert er, „jetzt geht es eher um die Feinarbeiten.”

Damit meint er vor allem die Dekorationsarbeiten, die Reinhold Schmitz und Johannes Vehenhaus koordinieren. Schmitz kennt sich mit solchen Arbeiten aus; immerhin ist er Leiter und Organisator der Hauskrippenbauer.

„Die Lebende Krippe soll Stück für Stück perfekter werden”, hatte es im April auf der Jahreshauptversammlung des Krippenvereins geheißen. Neben der Krippendekoration wurde die Außenfassade mit Holz neu gestaltet, das Dach neu gedeckt.

Viel Arbeit investierte neben Schmitz auch der Schatzmeister des Vereins, Werner Heinz, der immer tatkräftig mithalf, wenn es etwas zu tun gab, auch wenn er mit 66 Jahren schon zu den Älteren unter den Krippenbauern zählt. Noch mehr Jahre, nämlich schon 78, bringt Wolfgang Gleue mit, der schon lange Zeit dem Verein verbunden ist; schließlich war er auch mal dessen Vorsitzender. Nun hämmert, sägt und schraubt er fleißig mit und ist hauptsächlich mit dem Innenausbau der Verkaufsbuden beschäftigt. Hier bieten die Krippenbauer während der Adventszeit Glühwein und Waffeln zum Verkauf an. Neben einer Spendenbox sind das die einzigen Einnahmen, die man dringend benötigt, um die hohen Kosten für Genehmigungen und Material zu decken; denn der Eintritt für die Vorführungen ist frei.

„Wir alle machen das, weil wir viel Spaß an der Sache haben”, erklärt Rader und ist stolz auf seine Vereinsmitglieder: „Hut ab vor all denen, die mit so viel Engagement bei der Sache sind!” Neben den aktiven Krippenbauern sind das u.a. Walter Mießen, der Stroh und Holz zur Verfügung stellt, und Arne Goslar, der Diplom-Ingenieur, der durch die direkte Nachbarschaft zum Spielgelände zum Krippenbau-Chefkonstrukteur wurde und heute noch für Baugenehmigungen und anderes dieser Art sorgt. „Der ist mittlerweile auch ordentliches Vereinsmitglied geworden”, erzählt der erste Vorsitzende strahlend.