Gemünd: Volles Haus beim Neujahrskonzert des NRW-Polizeiorchesters

Gemünd : Volles Haus beim Neujahrskonzert des NRW-Polizeiorchesters

Es bot sich auch in diesem Jahr das Bild, das seit acht Jahren immer gleich ist und die Mitglieder der Hilfsgruppe Eifel erfreut: Wieder war der große Kursaal in Gemünd mit mehr als 500 Besuchern besetzt, als das Landespolizeiorchester NRW am zweiten Januar-Sonntag zum Neujahrskonzert aufspielte.

Das Konzert war restlos ausverkauft, so dass einige Musikfreunde keinen Einlass mehr fanden. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel bedauerte, dass diese Leute umsonst nach Gemünd gekommen waren. Allerdings hätten die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt, dass es ratsam sei, sich die Eintrittskarten für diese Veranstaltung im Vorverkauf zu sichern.

Weil sie sicher sind, in Gemünd in einem ausverkauften Saal zu konzertieren, kommen die Polizeimusiker aus Wuppertal gern nach Gemünd. Deshalb steht fest, dass sie auch im nächsten Jahr ihr Neujahrskonzert in Gemünd spielen, wie Dirigent Scott Lawton direkt zu Beginn des zweistündigen Konzertes durchblicken ließ: „Unsere Konzerte hier sind nicht mehr nur Tradition, sondern inzwischen Brauchtum.“ Und das wolle man weiter pflegen. Lawton: „In den acht Jahren haben wir in der Eifel viele Freunde und ein tolles Publikum gefunden.“

Bevor das Konzert mit dem „Zigeunerbaron“ von Johann Strauss eröffnet wurde, übereichte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel der Chefin des Kurparkrestaurants, Johanna Scholzen, einen Blumenstrauß als Dank für die langjährige Gastfreundschaft. Seinen Dank richtete Greuel auch an Landrat Günter Rosenke, der bei allen bisherigen Neujahrskonzerten des Polizeiorchesters in Gemünd die Schirmherrschaft übernahm.

Das rund 40-köpfige Ensemble spielte in der ersten Hälfte Stücke wie „Geschichten aus dem Wienerwald“ (Johann Strauss), „Bugler‘s Holiday“ (Leroy Anderson), „Beelzebub for Tuba“ (Andrea Catozzi) und den „Krönungsmarsch“ von Peter Tschaikowski. Nach der Pause waren Unterhaltungs- und Filmmusik angesagt, die laut Lawton ein wichtiges Element im Repertoire des Orchesters sind. „Rhapsody in Blue” (George Gershwin), „Anitra‘s Dance“ (Edvard Grieg/Sammy Nestico), „Feels So Good” (Chuck Mangione), „La Malaguena“ (Ernesto Lecuona) und „Copacabana“ von Barry Manilow begeisterten das Publikum.

Brücken schlagen

Die Polizeimusiker seien, so Scott Lawton, das ganze Jahr über mit acht unterschiedlichen Besetzungen unterwegs. Das Orchester agiere dabei als Bindeglied zwischen Polizei und Bevölkerung und schlage Brücken zu unterschiedlichen Zielgruppen. Lawton erwies sich auch zwischen den Stücken wieder als exzellenter und humorvoller Moderator.

Bevor das Ensemble mit dem Radetzky-Marsch den traditionellen Schlusspunkt setzte, animierte er das Publikum mit dem Stück „Auf Wiedersehen, ihr Freunde mein“ zum Mitsingen. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich die Hilfsgruppe beim Dirigenten, der sich mit einem „Tschüss, bis nächstes Jahr“ verabschiedete.

(pp)
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