Mützenich: Vier OGS-Standorte unter einem Dach in Monschau

Mützenich : Vier OGS-Standorte unter einem Dach in Monschau

„Der Anfang ist gemacht. Alle Beteiligten haben zu einem sehr erfolgreichen Start des neuen Vereins beigetragen“, schloss Winnie Bauer, als er jetzt im Monschauer Bildungsausschuss über die Zusammenführung der OGS-Träger in der Stadt Monschau zu einem neuen Trägerverein berichtete.

Bauer, vormals Vorsitzender des Trägervereins der Mützenicher OGS, hat mit seinem IT-Unternehmen auf Honorarbasis die gesamte Verwaltungs- und Finanzarbeit für den neuen Trägerverein übernommen.

Zur Geschichte: Da gemäß Schulentwicklungsplanung in der Stadt Monschau die früher fünf Grundschulstandorte auf zwei Grundschulen und einen Nebenstandort reduziert wurden und noch werden, entstand schon frühzeitig der Gedanke, auch die Betreuungs- und Ganztagsangebote in eine Hand zu legen.

Deshalb fand Ende Oktober 2016 ein erstes Arbeitstreffen mit dem Ziel statt, zu Beginn des Schuljahres 17/18 eine Zusammenführung der OGS-Betreuung aller Monschauer Grundschulkinder unter einer einheitlichen Struktur zu gewährleisten. „Oberstes Ziel war es, alle bisherigen Angebote, also OGS wie auch gesicherte Vor- und Übermittagsbetreuung, weiterhin anzubieten und die pädagogisch wertvolle Arbeit für die Kinder fortzusetzen“, erinnerte Winnie Bauer.

Nach weiteren Planungstreffen wurde der „Trägerverein zur Betreuung von Monschauer Grundschulkindern e.V.“ ins Leben gerufen und am 16. Mai dieses Jahres beim Amtsgericht Aachen ins Vereinsregister eingetragen. Als Vorsitzende wurde Kristina Merten aus Imgenbroich, als stellvertretender Vorsitzender Uli Kühn aus Mützenich und als Schriftführerin Susanne Evans, ebenfalls aus Imgenbroich, gewählt. Die Satzung des Trägervereins ist inzwischen beschlossen und der Verein als gemeinnützig anerkannt.

Betreuung vereinheitlicht

Durch den neu gegründeten Trägerverein wird die Verwaltungs- und Betreuungssituation für alle offenen Ganztagsschulen im Stadtgebiet vereinheitlicht. Die Koordination sowie die organisatorische und pädagogische Leitung erfolgen weiterhin vor Ort, in der jeweiligen OGS.

Der Offene Ganztag wird in der KGS Höfen-Mützenich und in der GGS lmgenbroich-Konzen jeweils an beiden Standorten angeboten. Auch die zusätzliche Betreuungsform der Vor- und Übermittagsbetreuung wird in der KGS Höfen-Mützenich an beiden Standorten angeboten. Aktuell besuchen 40 Kinder die Offene Ganztagsschule in Imgen- broich, 38 Schülerinnen und Schüler sind in Mützenich angemeldet, 30 Grundschüler nutzen das Angebot in Konzen, und 22 Erst- bis Viertklässler besuchen täglich die Offene Ganztagsschule in Höfen. Jeweils zehn Kinder sind für die Vor- und Übermittagsbetreuung in Mützenich und Höfen angemeldet.

130 Grundschüler sind also aktuell angemeldet, „für die Kostendeckung sind 125 Kinder erforderlich“, nannte Winnie Bauer die Anmeldezahlen als einzigen Risikofaktor. Da es den Landeszuschuss von 1024 Euro nur für Kinder gibt, die bis Ende Oktober angemeldet sind, rief er dazu auf, „noch fleißig die Werbetrommel für die OGS zu rühren, damit vielleicht noch Kinder angemeldet werden“.

Auch wenn das nicht passieren sollte, sei man aber „gut aufgestellt“ und gehe „definitiv ohne Sorgen in das weitere Schuljahr 2017/18“. Der Eigenanteil der Stadt Monschau zur Durchführung der Angebote der Offenen Ganztagsschule wurde mit Beginn des Schuljahrs von 47 auf 50 Euro pro Kind und Monat erhöht. Der Elternbeitrag richtet sich nach dem Einkommen der Eltern.

Der Geschäftsführer bezeichnete die OGS als mittlerweile mittelständischen Betrieb mit einem Jahresumsatz von einer Viertelmillion Euro, 22 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und 18 Honorarkräften sowie 900 Öffnungsstunden jährlich. Ausnahmslos alle OGS-Kräfte seien aus der vorherigen Trägerschaft übernommen und mit individuellen Arbeitsverträgen ausgestattet worden, berichtete Bauer. „Das war uns wichtig, weil wir die gute Arbeit des OGS-Personals zu schätzen wussten und wissen“ .

Auch die Zusammenarbeit des Vereins mit der Stadt Monschau, die die Beiträge einzieht, sei „beispielhaft, direkt und unkompliziert“. Dies sei keinesfalls selbstverständlich, wie Winnie Bauer aus der Zusammenarbeit mit anderen Kommunen weiß.

Abschließend äußerte Winnie Bauer noch „ein paar fromme Wünsche, denn es ist ja bald Weihnachten“. Gerne einstellen würde man noch einen sogenannten „Buftie“, denn die OGS wurde inzwischen auch als „Arbeitgeber“ im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes anerkannt. Wer ein interessantes Kursangebot für Kinder bieten kann, ist ebenfalls herzlich willkommen, „und auch eine Verstärkung für unser Team in Höfen würde noch ins Budget passen“, warb Bauer.

Optimismus und Enthusiasmus

Für seine Arbeit galt dem Geschäftsführer das uneingeschränkte Lob der Fraktionen im Monschauer Bildungsausschuss. Alle lobten den „Optimismus und Enthusiasmus“, den Winnie Bauer auf das gesamte Team übertragen habe.

(hes)