Monschau: Viele stimmungsvolle und emotionale Momente beim Monschau-Festival

Monschau : Viele stimmungsvolle und emotionale Momente beim Monschau-Festival

Die ersten Jubiläumsgäste haben sich schon angesagt, wenn Ende August 2019 (ein genauer Termin steht noch nicht fest) auf der Burg Monschau das 20. Monschau-Festival über die Bühne geht, eine besondere Ausgabe der im Jahr 2000 als Monschau-Klassik gestarteten Veranstaltungsreihe, die sich als kulturelles Glanzlicht in der Region und darüber hinaus längst einen vielbeachteten Platz gesichert hat.

Noch aber wirkt das soeben zu Ende gegangene Festival 2018 nach, das wieder klangvolle Namen nach Monschau brachte. Neun Veranstaltungen mit über 9000 Zuschauern sorgten im historischen Burghof für viele stimmungsvolle und emotionale Momente.

Veränderungen angenommen

„Die Veränderung der Programmstruktur wird vom Publikum angenommen“, bilanzieren Dorit Schlieper und Helmut Lanio von der veranstaltenden Monschau-Festival gGmbH. Vor knapp zehn Jahren wurde die musikalische Linie des Festivals, das sich ausschließlich an Opern, Operetten und Musicals orientierte, verlassen und vielseitiger gestaltet. Seitdem haben auch Liedermacher und Rockbands ihren festen Platz auf der Burgbühne.

Als „kleine Enttäuschung“ bezeichnet Lanio jedoch den schwachen Besuch des abschließenden Konzertes mit dem Star-Posaunisten Nils Landgren. Man habe versucht, mit Jazz als neuem Genre ein zusätzliches Glanzlicht zu setzen, aber aus der mäßigen Akzeptanz müsse man als Veranstalter seine Lehren ziehen.

Völlig anders war die Situation bei den beiden voll besetzten Konzerten mit Konstantin Wecker und Gregor Meyle, die für Helmut Lanio persönlich die beiden Höhepunkte des Festivals 2018 darstellten. Das Konzert der Höhner ist inzwischen zum Selbstläufer geworden, und die Rockveteranen von Jethro Tull erfüllten die Erwartungen. Das gilt auch für den Unterhaltungskünstler Helge Schneider und die alterslose Sängerin Nana Mouskouri.

„Viele Künstler wollen wieder nach Monschau kommen“, sagen die beiden Festival-Geschäftsführer, und so nehmen sie die Angebote von Gregor Meyle und den Höhnern, die 2019 wieder auf die zu Burg kommen möchten, gerne in ihre Planungen für das Jubiläumsfestival auf. Schon Ende September sollen im Rahmen einer Gesellschafterversammlung die Veranstaltungen für 2019 festgezurrt werden. Mitte Oktober soll das neue Festivalprogramm der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Das 20. Festival will aber auch den Bogen zu den Anfängen auf der Burg Monschau schlagen. „Eine große Oper soll im nächsten Jahr auf jeden Fall auf dem Programm stehen“, sagt Helmut Lanio, der sich mit seinem Team nur eine kurze Verschnaufpause gönnt, um zu neuen Taten zu schreiten.

(P. St.)
Mehr von Aachener Nachrichten