1. Lokales
  2. Eifel

„Monschau rupft“: Viele Freiwillige entfernen das ungeliebte Springkraut

„Monschau rupft“ : Viele Freiwillige entfernen das ungeliebte Springkraut

Bei einer Aktion von Städteregion Aachen, Stadt Monschau und dem „Life“-Projekt „Patches & Corridors“ bei der Biologischen Station der Städteregion bekämpften viele Freiwillige das Drüsige Springkraut in Monschau.

Trotz brütender Hitze und unter erschwerenden Corona-Hygiene-Bedingungen waren kürzlich über 40 Helfer bereit, das Indische Springkraut heraus zu rupfen. Die rasante Verbreitung der aus Asien stammenden Pflanze soll im Stadtgebiet Monschau eingedämmt werden.

Die schön blühende Pflanze, deren reife Samen bei der kleinsten Berührung meterweit herausgeschleudert werden, behindert mit ihrem dichten Wuchs andere Pflanzen. Damit verdrängt sie heimische Vegetation, die unter anderem für den seltenen Blauschillernden Feuerfalter von Bedeutung ist.

Udo Thorwesten von der Städteregion Aachen erklärte, wie die Pflanze erkannt werden kann und machte sich dann mit den Trupps auf den Weg, in unwegsamem Gelände die Pflanzen herauszuziehen und in Säcke zu verpacken. Die Mitarbeiter der „Diawa“ und Gerrit Gronen als Eigentümer des Menzerather Weihers sammelten die gefüllten Säcke ein und transportierten sie ab.

Interessierte Bürger, Aktive aus Politik, Eifel- und Angelverein, Feuerwehr und Naturschutz beteiligten sich, wie auch Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Monschau und der Städteregion. Kommune, Städteregion und Biologische Station organisierten und finanzierten die Aktion gemeinsam.

Beim kleinen Mittagsimbiss zeigten sich die Verantwortlichen erfreut über das gemeinsam Geschaffte und bedankten sich bei allen, die so viel Einsatz gezeigt hatten. „Wir haben die Maßnahme begonnen wie eine Sisyphusarbeit. Nun sieht man aber schon erste Erfolge. Der Einsatz von Unternehmern, von Berufsfreiwilligendienstlern und Ehrenamtlern wirkt: Die Anzahl der Pflanzen geht jedes Jahr kontinuierlich zurück!“ so Maike Guschal vom EU-finanzierten Naturschutzprojekt „Life Patches & Corridors“.