Verzögerungen beim Bau der neuen Kita in Konzen

Mit Verzögerung: Kinder sollen bald in neue Kita einziehen

Beim Bau der neuen Kindertagesstätte der Städteregion Aachen in Monschau ist es zu Verzögerungen gekommen. Ursprünglich war der Einzug der Kinder für den 10. Dezember geplant.

Dieser Termin sei vor fünf Wochen gekippt worden, teilte der Amtsleiter der Abteilung Immobilienmanagement und Verkehr bei der Städteregion, Sander Lutterbach, in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses der Stadt Monschau mit.

Durch den Fund von Altlasten und Wasserproblemen auf dem Gelände habe man den Zeitplan nicht eingehalten können, weitere Verzögerungen habe es gegeben, weil der Estrich nicht schnell genug trocknete. Aufgrund des warmen Sommers sei die Luftfeuchtigkeit so hoch gewesen, dass der Estrich die Flüssigkeit nicht an die Luft abgegeben konnte. Ein Gegensteuern sei nicht möglich gewesen, da die Versorgungsleitungen wie Strom oder Gas durch den Bereich geführt werden mussten, wo sich die Altlast befand und diese vorher beseitigt werden musste. Der neue Termin für den Einzug der Kinder sei nun der 2. Januar 2019, sagte Lutterbach. Dieser Termin sei haltbar, da auch nicht mehr viel zu tun sei, sicherte Lutterbach zu.

Der Leiter des Jugendamtes der Städteregion, Alexander Franzen, sprach von einer beeindruckenden Leistung beim Bau der Kindertagesstätte in Konzen. „Wir warten auf jeden Kita-Platz“, sagte er. Es zeichne sich aber jetzt schon ab, dass die Einrichtung einer sechsten Gruppe nötig sein werde. Dafür müsse zunächst ein Provisorium in dem Neubau geschaffen werden. „Wichtig sei zunächst alle Kinder unterzubringen“, sagt er. Entweder würden sich die Kinderzahlen einpendeln oder es stehe schon bald das nächste Projekt für Konzen an. Er bezeichnete die Situation als ein zweischneidiges Schwert, denn die Gruppengrößen in der neuen Kita sollten so klein wie möglich, aber so groß wie nötig sein. Gleichzeitig dürfe die Einrichtung insgesamt nicht zu groß werden.

Beim Anmeldeverhalten der Eltern gebe es inzwischen kaum noch einen Unterschied zwischen Stadt und Land. Die Nachfrage nach Kita-Plätzen für die Zwei- bis Dreijährigen liege in der Stadt Monschau bei rund 87 Prozent, das sei inzwischen die Regel, erklärte Franzen. Da die Nachfrage in Konzen besonders groß sei, müsse das Gebäude so groß sein, obwohl die Gruppen klein gehalten werden sollen. Damit habe man es mit einem umgekehrten Trend wie noch vor einigen Jahren zu tun. „Es gibt keine großen Reserven an Kita-Plätzen mehr, und vielleicht sind weitere Maßnahmen nötig“, sagte Franzen und appellierte an die Eltern, ihre Kinder frühzeitig anzumelden, um die Planung zu erleichtern.

(ag)
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