Monschau: Verzögerung beim Neubau: Ein weiteres Jahr für die Schule in Imgenbroich

Monschau : Verzögerung beim Neubau: Ein weiteres Jahr für die Schule in Imgenbroich

Im Juli 2017 sollte eigentlich zum letzten Mal die Schulglocke durch das Gebäude an der Schulstraße in Imgenbroich hallen. Die Zusammenlegung der Grundschulen Imgenbroich und Konzen zum Schuljahr 17/18 im größeren Gebäude in Konzen war von Schulwerkstatt und Politik beschlossen und durch die Schulaufsicht genehmigt.

Nun aber wird wohl doch noch bis Mitte 2019 fröhliches Kinderlachen durch die Bruchsteinmauern des altehrwürdigen Schulgebäudes ertönen, wie der Monschauer Bildungsausschuss einstimmig dem Rat für seine Sitzung am 29. Mai empfahl.

Im Mai 2014 genehmigt

Zur Historie: Ende Mai 2014 genehmigte die Bezirksregierung Köln den Antrag der Stadt Monschau zur Änderung der Schulentwicklungsplanung der Monschauer Grundschulen, betreffend die Auflösung des Teilstandortes Imgenbroich der GGS Imgenbroich-Konzen zum Ende des Schuljahres 2016/17. Die Schülerinnen und Schüler des Teilstandortes Imgenbroich sollten ab diesem Zeitpunkt die Grundschule in Konzen besuchen.

Der Rat der Stadt Monschau beschloss dann aber Ende 2016, die Zusammenführung der Grundschulen auf das Ende des Schuljahres 2017/18 zu verschieben und die Schulentwicklungsplanung erneut abzuändern, was die Bezirksregierung Köln auch genehmigte. Hintergrund dieser Verschiebung war der Wunsch der Eltern und der Schule, dass die Zusammenlegung der Grundschulstandorte im Interesse der Kinder erst dann erfolgt, wenn die äußeren Rahmenbedingungen geschaffen sind und man keine Zwischenlösungen für die Beschulung der Kinder schaffen muss. „Durch den Plan der Städteregion Aachen, ein neues Kindergartengebäude in Konzen zu bauen, sah man die Möglichkeit der Realisierung innerhalb eines Jahres als gegeben“, stellte die Verwaltung rückblickend fest.

Da die Fertigstellung der neuen Kindertagesstätte am Feuerbach nach Mitteilung des Bauträgers jedoch nicht wie geplant zum Sommer, sondern erst bis Dezember 2018 erfolgen kann, kann auch das Familienzentrum nicht zum geplanten Zeitpunkt umziehen, was wiederum Auswirkungen auf die GGS Imgenbroich-Konzen hat.

Da im Grundschulgebäude zwei Kindergartengruppen untergebracht sind, stehen diese Räume für eine schulische Nutzung nicht zur Verfügung, und die Herrichtung neuer Räumlichkeiten für die Offene Ganztagsschule Imgenbroich-Konzen im alten Kindergartengebäude ist ebenfalls nicht möglich. „Sobald der Kindergarten fertig ist, werden der Rückbau der als Gruppenräume genutzten Schulklassen und die Umbaumaßnahmen zur OGS voraussichtlich weitere Zeit in Anspruch nehmen, so dass realistisch frühestens Ostern 2019 ein Umzug von Imgenbroich nach Konzen erfolgen kann“, stellte die Verwaltung im Bildungsausschuss klar.

Andere Lösungsmöglichkeiten in Form einer kurzfristigen Unterbringung einer fünf- bzw. sechsgruppigen Kindertageseinrichtung seien „im Interesse der Kinder, Eltern und der Schule keine Alternative“, wie auch ein Brief der Schulleitung der GGS Imgenbroich-Konzen aufzeigte.

„Durch die Verschiebung der Zusammenführung um ein weiteres Jahr ist sichergestellt, dass der Schulbetrieb weiterhin problemlos laufen wird. Und die Verschiebung bietet auch Puffer für mögliche weitere Planabweichungen“, meinte Bürgermeisterin Margareta Ritter im Schulausschuss. Sie geht von einem Umzug zum Schuljahr 2019/20 aus, da man so in Ruhe den Umbau des Konzener Schulgebäudes und der OGS (heute noch Kindergarten) tätigen könne.

Dank für den Brief der Schule

CDU-Sprecher Uli Kühn dankte im Bildungsausschuss „Schule und Eltern für ihren Brief, der die nun getroffene Entscheidung erleichtert und begünstigt“ habe. Kühn: „Es ist gut, dass den Kindern und Lehrern die Belästigungen, die ein solcher Umbau nun mal mit sich bringt, erspart bleiben.“

(hes)
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