Versammlung des Eifelvereins Lammersdorf

Eifelverein Lammersdorf: Regere Teilnahme von Nichtmitgliedern wäre gerne gesehen

Des einen Freud, des anderen Leid. Dieses Sprichwort verfolgte den Vorstand des Lammersdorfer Eifelvereins für einen Großteil des vergangenen Jahres in Form einer neuen Rechtsvorschrift: der Datenschutzgrundverordnung.

Was als EU-weite Regel zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen gedacht ist, bereicherte das Jahresprogramm des Leitungsteams um einen unfreiwilligen Hindernislauf durch einen juristischen Abenteuerparcours.

Vor dem Einstieg in die umfangreiche Tagesordnung der Versammlung gedachten die Anwesenden zunächst der im zurückliegenden Jahr verstorbenen Mitglieder Raimund Buchbender, Helga Jörres, Hansludwig Gittel und Ludwig Förster, der 1963 die Ortsgruppe mit aus der Taufe hob.

Wie der 1. Vorsitzende Elmar Babst in seinem Jahresrückblick berichtete, gehören dem Lammersdorfer Eifelverein derzeit 150 Mitglieder an. „Wir müssen feststellen, dass das Wandern in der Gesellschaft zwar sehr verbreitet ist, aber allgemein ein Trend zum individuellen Wandern besteht“, so Babst. „Das Wandern im Verein ist nicht mehr beliebt.“ Umso erfreulicher sei es, dass die Veranstaltungen der Ortsgruppe immer noch gut angenommen werden. Die Teilnahme von Nichtmitgliedern könne dagegen besser sein, zumal man in Lammersdorf großen Wert auf die Ausgewogenheit des Programms lege.

Auch wenn die Länge der gewöhnlichen Wanderungen 14 bis 17 Kilometer beträgt, ist in den zurückliegenden Jahren das Angebot für diejenigen kontinuierlich ausgebaut worden, die eher einfachere Strecken bevorzugen. Bewährt haben sich kombinierte Touren mit einer kürzeren und einer längeren Variante. Besonders beliebt waren die mehrtägigen Unternehmungen: die viertägige Radtour durch das Ruhrgebiet, die einwöchige Streckenwanderung auf dem Burgenweg im brandenburgischen Fläming, die Wochenend-Radtour von der Zülpicher Börde zur Burg Blankenheim und das Wanderwochenende im Spessart.

Auf positive Resonanz trafen im vergangenen Jahr erneut die traditionellen Winterwandertage zwischen Weihnachten und Silvester, das jährliche Hüttenfest sowie die Bahnfahrt nach Lüttich. Gefragt war auch wieder der Vereinsplatz samt Grillhütte, der sich für Vereinsaktivitäten ebenso wie für private Feste und Feiern hervorragend eignet und mit viel Engagement gepflegt wird.

Mit 5418 Aufrufen seit 2017 kann sich die unterhaltsam und informativ gestaltete Homepage des Vereins (www.eifelverein-lammersdorf.de) sehen lassen.

Wie der scheidende Wegewart Michael Trapp feststellte, ließen sich in den letzten Jahren einige arbeitsintensive Aktionen verwirklichen wie die grundlegende Überarbeitung des Ortswanderwegenetzes oder die Neumarkierung des Eifelverein-Fernwanderweges „Matthiasweg“ auf Lammersdorfer Gebiet.

Urkunden, Ehrennadeln und besonders viel Applaus erhielten die diesjährigen Jubilare. Herta Gittel, Irene Leister und Albert Leister gehören der Ortsgruppe Lammersdorf seit 40 Jahre an. Auf ein halbes Jahrhundert kann Hildegard Felser-Kriener zurückblicken, als Organisatorin der mehrtägigen Wandertouren nach wie vor einer der großen Aktivposten des Vereins.

Bei der Vorstandswahl blieb sie als 2. Vorsitzende ebenso ohne Gegenstimme wie Elmar Babst (1. Vorsitzender), Robert Johnen (Schatzmeister), Elisabeth Läufer (Schriftführerin und Wanderwartin), Dieter Witthaus (Wegewart und Medienwart), Christiane Witthaus (stellv. Medienwartin), Dr. Diana Hofmann (Kulturwartin) und Dr. Bernd Läufer (Pressewart).

Im letzten Tagesordnungspunkt, nach Auszeichnung der eifrigsten Wanderer sowie Kassenbericht und Kassenprüfung, ging es unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs sein und die Natur in all ihren Spielarten erleben“ um einen Ausblick auf das Programm 2019, das Weihnachten erscheinen wird. Fest steht schon jetzt: Es wird wieder spannend.

( bl)
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