Versammlung der Ortsgruppe des Eifelvereins in Schmidt

Versammlung der Ortsgruppe : Eifelverein Schmidt wandert 577 Kilometer und vergibt besondere Ehren

Dass so viele am Freitagabend zur Mitgliederversammlung der Eifelvereins-Ortsgruppe Schmidt gekommen waren, sah der erste Vorsitzende, Michael Jansen, als Zeichen der Wertschätzung der Vorstandsarbeit.

Er begrüßte die Interessierten im Saal Schützenhof. Die Mitgliederzahl in der Ortsgruppe beträgt 489; Michael Jansen bedauerte, dass eine leichte Schrumpfung zu verzeichnen war (um 23 Personen), und appellierte an die Versammlung, mehr Werbung zu machen für den Verein.

Vom Wandern, der Hauptaktivität, war Positives zu hören: Insgesamt waren 52 Wanderungen im vergangenen Jahr angeboten worden, die Gesamtlänge der Strecken betrug 577 Kilometer, und man hatte insgesamt 859 Teilnehmer gezählt. Da man immer wieder gerne Gäste bei den Wanderungen begrüßt, sieht der Vorsitzende hier die beste Möglichkeit, Menschen für den Eifelverein zu interessieren. Er hob die Schmidter Wanderwoche hervor, die man in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein durchführe und die stets viele Gäste anspreche. Aber auch die Sportwanderungen mit knackigen Steigungen und zügigem Tempo seien sehr beliebt.

Im neuen Wanderplan, der nun erstmals von März 2019 bis März 2020 gelte, finde man wieder sehr unterschiedliche Angebote, beispielsweise eine Wanderung „von Kids für Kids“ Ende Mai oder die Literaturwanderungen auf dem Krimiwanderweg im August und September. Für die beiden Wegewarte, Bruno Lauscher und Otto Koch, hielt der Vorsitzende im Rückblick fest, dass sie mit Markieren, Freischneiden und Säubern ungezählte Arbeitsstunden geleistet haben; er sieht hierin einen Beitrag zur Fremdenverkehrsförderung und hob hervor, dass die beiden Wegewarte zum Glück immer wieder Helfer finden und auch in Zukunft dankbar sind, wenn Interessierte mit anpacken. Nur so können die neun örtlichen Wanderwege (gekennzeichnet mit der Ziffer 0 am Ende) und die drei in ihren Bereich fallenden Teilabschnitte von Hauptwanderwegen in Schuss gehalten werden. Wanderer seien immer anspruchsvoller geworden, und das neue Markierungssystem ermögliche es, „sich ohne Wanderkarte auf den Weg zu machen und zurechtzufinden“.

Von Aktivitäten für Jugend und Familie berichteten Diana Lauscher und Katharina Müller: Neuerdings wurden „Kinderwagenwanderungen“ in den Wanderplan aufgenommen; Kinder aus der Ortsgruppe machten mit bei einer großen Ferienmaßnahme auf Ameland. „Und beim landesweiten Sporttreffen der Deutschen Wanderjugend in der Sportschule in Hachen versuchten wir, mit Spiel und Spaß und allerlei sportlichen Unternehmungen die Kinder müde zu machen“, sagte Diana Lauscher. Da wollen die Nachwuchswanderer auch in diesem Jahr wieder hin; aber zunächst ist ein „Frühlingsfest am Zimmel“ am 5. Mai geplant.

Auch im Naturschutz engagiert sich die Schmidter Ortsgruppe: Bodo Burmann berichtete als Naturschutzwart von der Arbeit am Drönkespötz, wo Bäume und viel Laub entfernt wurden, damit wieder Licht auf das Biotop fallen kann. Am Kommerscheidter Weiher ist das Anbringen von Sitzplätzen geplant. Als Medienwartin fungiert Nina Jantke, für ihre Pflege der Homepage erhielt sie Applaus.

Der Eifelverein sei auch bei Facebook vertreten. „Man bleibt im Kopf bei den Jüngeren“, meinte Nina Jantke. Aus der Kulturarbeit berichtete Wolfgang Müller, der besonders den Männerchor mit der Instrumentalgruppe hervorhob: „Der Chor ist das kulturelle Aushängeschild unserer Ortsgruppe“, sagte er, „wir haben mit großer Freude festgestellt, dass bei einigen Auftritten demente Menschen mit uns singen, und zwar die Lieder aus ihrer Jugendzeit.“ Zum Repertoire gehören Volks- und Wanderlieder, aber eben auch alte Schlager.

Wolfgang Müller erzählte auch von der Arbeit des Heimatbund Schmidt, in der die OG Mitglied ist und wo die Geschichte von Schmidt erforscht und aufgezeichnet wird. Er appellierte, die gute Gepflogenheit beizubehalten, dass man bei Wanderungen auf kulturelle und naturkundliche Hintergründe verweist. Wolfgang Müller erklärte seinen Rücktritt vom Amt des Kulturwartes, er drückte seinen Dank aus für jegliche Unterstützung und seine Hoffnung, dass die „vielen schönen Kulturaufgaben in vertrauensvoller Teamarbeit erledigt werden“. Er bleibe dem Eifelverein verbunden und werde im Mai als Hauptwanderwart kandidieren. Zum neuen Kulturwart wurde Bodo Burmann gewählt, ihm zur Seite steht Elisabeth Wahn als zweite Kulturwartin.

(ale)
Mehr von Aachener Nachrichten