Versammlung der CDU Simmerath

Versammlung der CDU Simmerath: Der „Run auf Simmerath“ wird anhalten

Wiederwahlen mit eindeutigen Ergebnissen und Themenansprachen gewichtiger Art erlebten die Mitglieder und Gäste der CDU-Ortsverbandsversammlung am Mittwochabend im Hotel zur Post.

Der komplette Vorstand wurde einstimmig bestätigt: Stephan Haas bleibt Vorsitzender, Günter Kaulen stellvertretender Vorsitzender, Petra Motter Geschäftsführerin, und Beisitzer sind Manfred Prommenschenkel, Josef Mohren, Stephan Greuel, Hajo Dautzenberg und Volker Wilden. Zu Delegierten wurden Günter Kaulen und Petra Motter bestimmt, Ersatzdelegierte sind Hajo Dautzenberg und Manfred Prommenschenkel.

Geschäftsführerin Petra Motter berichtete, dass die Mitgliederzahl des Verbandes nahezu gleich blieb, sie sank von 53 auf 52 im vergangenen Jahr, wobei der Austritt bedingt war aufgrund eines Wechsels in die Bundespolitik. Petra Motter: „Im Jahr 2018 haben wir die Öffentlichkeitsarbeit weiter optimiert, Mitte Juni 2018 gab es einen ersten und weitere Ortsrundgänge.“ Verbesserungsvorschläge seien anschließend der Gemeindeverwaltung vorgelegt worden.

Auch im nun angelaufenen Jahr sollen derartige Rundgänge fortgeführt werden. Die Pflege und Neuaufnahme von Mitgliedern müsse vorangetrieben werden, zudem stehen Wahlkämpfe bevor. Motter: Der Kommunalwahlkampf 2020 wird angesichts einer schwer einzuschätzenden Stimmungslage in der Bevölkerung schwieriger, intensiver und auch anders werden als die bisherigen Wahlkämpfe es waren.“

Stephan Haas ging in seinem Bericht auf den erneuerten Rathausplatz ein, dem er großes Lob aussprach: „Der Platz lädt zum Verweilen ein, schöne Geschäfte und gute Bepflanzung sowie zwei schöne Restaurants überzeugen.“ Eine Toilette am Busbahnhof sei ein großes Thema, die Notwendigkeit unumstößlich. Mit einem Toilettencontainer sei nun eine ausgezeichnete Lösung gefunden worden. Die Schulsituation sei ebenso ausgezeichnet wie die generelle Entwicklung von Simmerath. Haas: „Allerdings fehlt es an Parkflächen, vor allem für Angestellte.“ Parkdecks regte der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands an. Ein Entwicklungskonzept dazu sei in Arbeit, doch wie immer in Simmerath sollten die Bürger mitgenommen werden.

CDU-Fraktionschef Christoph Poschen lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den beiden Grünen-Ratsvertretern. Er berichtete vom Bauhof, der aus allen Nähten platze und nach Rollesbroich umsiedeln soll ebenso wie von Parkautomaten im Rurtal, an denen per App bezahlt werden kann. Zudem sei ein Antrag gestellt, der den Schutz von Bienen und Insekten beinhalte.

Ralf Löhr, stellvertretender CDU-Vorsitzender des Gemeindeverbands, warf ebenfalls einen Blick auf den nahenden Wahlkampf. Er riet: „Wir müssen vor Ort sein, wir müssen präsent sein.“ Ansonsten sei die CDU in Simmerath „gut aufgestellt“, am Nachwuchs müsse man dran bleiben.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dankte für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Er ging auf das Neubaugebiet Meisenbruch und die Erweiterung des Gewerbegebiets Simmerath-Kesternich ein. Hermanns: „Der Entwurf des Neubaugebiets Meisenbruch wird in der Sitzung des Planungsausschusses am 28. März vorgestellt.“ Vorab soll es ein Gespräch mit den Grundstückseigentümern geben. In der nächsten Sitzung des Planungsausschusses stehe die Beratung der Offenlage der beiden Bebauungspläne Gewerbegebiet Simmerath-Kesternich und dessen Anbindung auf der Tagesordnung.

Der Bürgermeister bestätigte, dass der „Run auf Simmerath“ auch in den kommenden Jahren anhalten werde. Wohnungen entstehen im Kernort, für 10 Millionen Euro erhält das BGZ einen Internatsneubau, der eventuell auch touristisch genutzt werden könne. Die Grundschule in Simmerath wird um einen OGS-Bereich erweitert, ein neuer Kindergarten gebaut.

Das Krankenhaus Simmerath zeige, was die Geburten angehe, gute Zahlen. So gab es dort im vergangenen Jahr 141 „Simmerather“ Geburten. Hermanns: „Diese Zahl haben wir seit dem Jahr 2000 nicht mehr erreicht.“ Erfreulich: In Simmerath gibt es in diesem und auch in den kommenden Jahren – solange alles so weiter läuft wie derzeit – keine Steuererhöhungen. Hermanns: „Wir können mit erhobenem Haupt dem Bürger gegenübertreten.“

CDU-Kreisvorsitzender Hendrik Schmitz dankte allen für die Unterstützung im turbulenten Jahr 2018. Schmitz: „Eine Teamleistung, die sauber zu Ende gespielt wurde bis zum Schluss, trotz Stichwahl.“ Er ermunterte seine Parteikollegen, vor Ort „Kümmerer“ zu sein, Ansprechpartner mit offenem Ohr. Die CDU versteht sich als Europapartei, im Hinblick auf die Europawahl am 26. Mai brauche es klare Aussagen.

In England sei nach dem Brexit nun das Chaos ausgebrochen, so was dürfe es in Deutschland nicht geben. Schmitz: „Die AfD hat den Dexit gefordert, das werden wir als Europapartei nicht zulassen.“ Europa sei kein Haus, das irgendwann fertig gebaut ist, es handele sich vielmehr um einen stetigen Prozess. Schmitz: „Frieden und Freiheit kannst du nicht bei Amazon bestellen oder im Katalog.“

(gkli)
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