Strauch: Und plötzlich gibt es viele Schwerter

Strauch: Und plötzlich gibt es viele Schwerter

Das Wetter hatte am Wochenende ein Einsehen und bescherte den Eifelern eine angenehme Landkirmes. So konnten auch die Straucher bei angenehmen Temperaturen den amtierenden Hahnenkönig Martin Greuel Auf der Hof abholen und gleich nebenan die Kirmes ausgraben.

Mit einem großen Festzug mit Trommlerkorps und Blasmusik zog man dann durch das Dorf und zum Dorfplatz am Pfarrheim. Dank der neuen Räumlichkeiten konnte hier sowohl drinnen wie draußen gefeiert werden. Discjockey Frank Braun sorgte für die passende Musik und so wurde im Saal des Pfarrheimes das ein oder andere Tanzbein geschwungen.

Am Sonntagmorgen war zunächst das Team des Pfarrgemeinderates gefordert. Der Platz und die Räume mussten für das anstehende Pfarrfest gerüstet werden. Nach der Familienmesse in der Pfarrkirche versammelte sich die Gemeinde auf dem Dorfplatz. Die Feuerwehr hatte dort ein Schulungshäuschen aufgebaut und zeigte den Kindern, was im Brandfall zu tun ist. Annemarie Mattheis bot in ihrer Bastelecke Vogelhäuschen bauen und Gläser bemalen an.

Auf dem Trampolin konnten die Kinder sich austoben und beim Kleiderbügelwerfen konnten die Besucher ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Angelika Strauch und Ernst Boltz führten in gewohnter Manier durch den Nachmittag, der von Blasmusik und Trommlerkorps musikalisch untermalt wurde. Ein musikalischer Höhepunkt war das „offene Singen des Kirchenchores. Unter der Leitung von Karl-Heinz Dederichs stimmten die Anwesenden gern in den Gesang mit ein. Nahezu 50 Kuchen für die Cafeteria und zahlreiche Preise bei der Tombola rundeten den Tag ab.

Wie an den beiden vorangegangenen Tagen war der Dorfplatz auch am Montagabend außergewöhnlich gut besucht. Der amtierende Hahnenkönig Martin Greuel eröffnete mit dem ersten Schlag das 18. Hahnenköppen. In diesem Jahr hatte man erstmals keinen echten Hahn in den Korb gesteckt, sondern einen hölzernen Hahnenkopf in einem Zinkeimer.

Nach wenigen Schlägen war diese Neuerung wohl der Grund, dass das Schwert brach und nicht mehr gebraucht werden konnte. „Erstaunlich, wie viele Schwerter es in den Straucher Haushalten gibt“ wunderte sich Moderator Raimund Löhrer, als zunächst der Martinssäbel auftauchte und dann mehrere Straucher mit diversen Schwertern auftauchten.

Der Altehrwürdige Säbel des englischen Schwiegervaters von Wolfgang Schmidt kam dann noch mal zum Einsatz. Nach dem 65. Schlag hatte Dirk Semleit es dann geschafft und ließ sich als neuer Hahnenkönig feiern.

Traditionsgemäß wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und dann mit immer noch großer Beteiligung und Musik die Kirmes wieder an ihrem Platz, unter dem Kirmesbaum Auf der Hof begraben.

(breu)