Rollesbroich: Traumhafter Eifel-Garten: 3000 Quadratmeter Perfektion

Rollesbroich : Traumhafter Eifel-Garten: 3000 Quadratmeter Perfektion

Perfektion zeichnet den Garten von Elisabeth und Hubert Müller aus. Rund 3000 Quadratmeter unterteilte das Paar 1961 in verschiedene Gartenbereiche: Ein geschützter Innenhof ist zu finden, dann ein parkähnliches Gartenstück, ein Nutz- und Gemüsegarten, eine kleine Weihnachtsbaumschonung und eine Weide für Pferd Blacky. Blacky genießt das Leben im Garten Müller seit 28 Jahren.

Die Geheimformel für einen derartigen Prachtgarten verrät Elisabeth Müller in einem schlichten Satz: „Man muss alles immer beihalten.“ Hinzu gesellt sich meisterhaftes Wissen, denn Hubert Müller arbeitete unter anderem für die Kölner Firma 4711 als Garten- und Landschaftsbauer. Vor 20 Jahren übergab er den Betrieb an den Schwiegersohn, seither widmet er sich gemeinsam mit seiner Frau seinem eigenen Garten. Jeden Tag geht es raus an die frische Luft, bereits früh am Morgen.

Elisabeth und Hubert Müller aus Rollesbroich pflegen ihren rund 3000 Quadratmeter großen Garten in perfekter Weise. Foto: Gudrun Klinkhammer

Sogenanntes Unkraut gibt es nicht im Garten Müller, alles ist picobello sauber. Viele Beete werden von weißen Randsteinen eingefasst. Elisabeth Müller: „Im Herbst sammeln wir diese Steine ein, sie werden gebürstet, abgewaschen und eingelagert und im Frühjahr wieder um die Beete herumgelegt.“ Für den akkuraten Schnitt der Buchsbäume ist der jetzt 80-jährige Gartenliebhaber zuständig. Mit fachgerechtem Werkzeug hält er die unzähligen Buchsbäumchen und -bäume in Form.

Elisabeth und Hubert Müller aus Rollesbroich pflegen ihren rund 3000 Quadratmeter großen Garten in perfekter. Foto: Gudrun Klinkhammer

Ein ganz großes Thema im Garten ist das Wasser. Von einer Grotte aus fließt Wasser in verzweigten Bahnen bis hin zu einem großen Teich, der von einer Brücke überspannt wird. Die Wasserläufe sind mit Steinplatten ausgelegt, auch diese wirken klar und sauber. Ebenfalls einen Blickfang bilden große Kupferkessel, die als Regenauffangbecken dienen. Hubert Müller: „Für die Firma 4711 habe ich in den 1980er Jahren einen Duftgarten in Köln angelegt. Damals wurden dort die Kessel ausrangiert, die ich dann mit nach Hause nahm und weiter verwende.“ Gelegentlich, wird der Hahn am Boden eines derartigen Kupferkessels geöffnet, duftet es noch zart nach Parfüm.

Ein Walnussbaum bildet den Mittelpunkt des Gartens. Hinzu gesellen sich rundherum rund 100 Rhododendren und Azaleen. Speziell in den Obst- und Gemüsebeeten sollen Vogelscheuchen die Krähen und die Elstern vertreiben. Auch sind kleine Windmühlen zu finden, die eben diesen Zweck erfüllen. Was Elisabeth Müller wichtig ist: „In den Garten gehören ausschließlich Naturmaterialien wie Stein, Holz, eventuell Glas.“ Plastik ist so gut wie gar nicht im Garten Müller zugegen, einzig zwei Gartenliegen weisen diesen Werkstoff auf. Im Winter wandern die ganzen nicht frostharten Pflanzen, darunter auch einige Palmen, in den Wintergarten. Die vielen Figuren wie etwa der Heilige Antonius, die Gänseliesel und eine Muttergottes werden zum Schutz in Folie eingepackt.

Nicht selten wird das Ehepaar Müller von Bekannten gefragt: „Wofür fahrt ihr denn in Urlaub? Ihr lebt doch wie im Urlaub.“ Dazu sagen die beiden dann, dass ein Ortswechsel wichtig ist und Inspiration mit sich bringt. Sehr viel Inspiration nahm Hubert Müller mit nach Hause, als er 1989 mit dabei sein durfte, die Landesgartenschau in Jülich herzurichten. Der Garten bedeutet für Elisabeth und Hubert Müller Leben. Elisabeth Müller, die für die Mäharbeiten zuständig ist, weil sie diesen Part gerne übernimmt, sagt dazu: „Mir tut die Gartenarbeit unglaublich gut, das ist immer Balsam für die Nerven.“

Der Natur zuschauen

Ein besonderes Angebot für die Vögel gibt es neben der Vogeltränke: Die über den Tag erlegten Fliegen werden dort gesammelt, und später von den Vögeln weggefressen. Elisabeth Müller: „Wir beobachten die Natur so gerne. Beeindruckend etwa, wie die Schwalben im Tiefflug über den Teich segeln und es dabei auch noch schaffen, zu trinken.“

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