Mützenich: Trailwalker: Weltweiter Akt der Solidarität im Venn

Mützenich: Trailwalker: Weltweiter Akt der Solidarität im Venn

An diesen drei Tagen stehen neben dem Sport vor allem die Menschen in Krisengebieten im Fokus: Bereits zum fünften Mal startet am Wochenende des 25. und 26. August im belgischen Eupen der „Oxfam Trailwalker”, ein 100 Kilometer langer Lauf zugunsten der weltweiten Hilfsprojekte von Oxfam-Solidarität, der auch durch Mützenich führt.

Die 30-jährige Geschichte der „Trailwalker” begann in China als Training der britischen Armee. Später wurden auch Australien, Großbritannien, Neuseeland, Japan, die Niederlande, Deutschland und Frankreich Austragungsorte der Märsche. Seit 2008 gehört Belgien dazu, und bereits der erste „Trailwalker” in Eupen war ein großer Erfolg für Oxfam.

Jedes Jahr legen die teilnehmenden Mannschaften, bestehend aus jeweils vier Personen, die nahe Deutschland liegende Strecke durch das Hohe Venn in maximal 30 Stunden zurück und unterstützen damit die Bekämpfung von Ungerechtigkeit und Armut in der Welt. Für das Monschauer Team „MonWalk” ist 2012 das dritte Jahr, in dem sie diese Herausforderung annehmen. Allerdings benötigen die Sportler auch die Solidarität der Bevölkerung, um antreten zu können, denn jede Mannschaft muss 1500 Euro Spenden sammeln, die vollständig den Projekten von Oxfam zugute kommen.

Die geförderten Organisationen sind das allemal wert: „CAD” setzt sich in dem krisengeschüttelten Land Mali für ein Gesundheitswesen und Schulbildung für alle Einwohner ein. Es ist eine der drei Unterorganisationen der Oxfam-Solidarität, die durch die „Trailwalker” unterstützt werden. Sie setzen sich in unterschiedlichsten Gebieten der Welt gegen Armut und Ungerechtigkeit ein.

Die zweite Organisation ist „Aj Quen”, welche aktiv das Handwerk in Guatemala fördert und die Arbeiter in faire Handelsketten integriert. Grundlegend ist eine Schulung der Handwerker in Marketing und Buchführung. Angeboten werden aber auch Kurse über gesunde Ernährung oder Frauenrechte.

„UACW”, die dritte Hilfsvereinigung, sitzt in Palästina, wo sie als Netzwerk von lokalen Landwirtschaftsverbänden den ansässigen Bauern hilft. Das Aus- und Fortbilden der Landwirte im Blick auf Nachhaltigkeit sowie das Bauen von Brunnen und Transportwegen hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt. Frauen werden von „UACW” in der landwirtschaftlichen Arbeit miteinbezogen.

Mit dem Lauf zeigen die Teilnehmer ihre Unterstützung und nehmen die Anstrengungen und Strapazen auf sich, sammeln aber auch gleichzeitig zahlreiche einmalige Eindrücke, die ihnen auf dem weiten Weg begegnen. Ein ganzes Wochenende lang dreht sich für sie alles um diesen Lauf, und an den Stationen werden die Teilnehmer angespornt, weiterzumachen und durchzuhalten.

So startet die Veranstaltung am Freitagabend in Eupen mit dem Empfang der Mannschaften und ihrer Unterstützer und einem anschließenden Grillfest. Samstagmorgen geht es früh los, da der Start auf 7 Uhr festgelegt ist. Zuvor frühstücken die Mannschaften und machen sich dann auf die Reise.

Die Teams werden gespannt erwartet bis Sonntagmittag, doch im Prinzip ist die Zeit zweitrangig. Bei dieser Strecke kann man mit Recht sagen: „Dabei sein ist alles!” Schließlich geht es um den solidarischen Willen.

All die, die den Trailwalker nicht selbst bestreiten, aber trotzdem helfen und das Monschauer Team unterstützen wollen, können auf das Konto 1971811 bei der Sparkasse Aachen (BLZ 39050000) spenden.

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