Simmerath: Touristen lieben den Rursee: Nur noch zwei schwache Monate

Simmerath : Touristen lieben den Rursee: Nur noch zwei schwache Monate

Die touristische Saison am Rursee wird immer länger, die Übernachtungszahlen steigen und im Infocenter in Rurberg herrscht ein ständiges Kommen und Gehen von Gästen. Nur Gutes, was die aktuelle Situation auf dem Simmerather Tourismusmarkt betrifft, kann Astrid Joraschky, die Geschäftsführerin der Rursee-Touristik, berichten.

Diese Lagebeschreibung nahm auch der Strukturausschuss der Gemeinde Simmerath jetzt wohlwollend zur Kenntnis, als die Geschäftsführerin die Jahresbilanz der Organisation vorstellte.

In den beiden Geschäftsstellen der Rursee-Touristik, in Einruhr und Rurberg, sind insgesamt 17 Mitarbeiter, davon vier Vollzeitkräfte, beschäftigt. Das Nationalparktor in Rurberg unterstrich auch im Jahr 2017 seinen hohen Beliebtheitsgrad und seine absolut führende Position unter den fünf gleich gelagerten Einrichtungen in Höfen, Heimbach, Nideggen und Gemünd.

114.000 Besucher frequentierten das Nationalparktor auf dem Eiserbachdamm an den 363 geöffneten Tagen im Jahr. Statistisch gesehen sind das 316 Gäste am Tag. Zum Vergleich: Das zweitbeliebteste Nationalparktor Heimbach verzeichnete im vergangenen Jahr 62.000 Besucher.

Neue Broschüre mit Tipps

„Es gibt nur noch zwei schwache Monate im Jahr“, erläuterte Astrid Joraschky, dass immer stärker auch außerhalb der Kernzeiten im Sommer am Rursee Saison herrscht. Nur in den Monaten Januar und November seien die touristischen Aktivitäten gering.

Ein kleiner Wermutstropfen in der Jahresbilanz ist die Herausnahme der sehr beliebten Rurtal-Schlemmertour von Einruhr nach Erkensruhr, da es in Erkensruhr inzwischen kein gastronomisches Angebot mehr gibt.

Neu aufgelegt werden die Flyer für die Dorfrundgänge, und gut nachgefragt ist auch das Angebot „Feiern und Tagen“ im Heilsteinhaus Einruhr. Neu im Programm ist eine Broschüre mit Tipps für Familien rund um den Rursee, und einen oft nachgefragten Service bietet die Rursee-Touristik jetzt auch mit einer Zusammenstellung sämtlicher Angebote von Essen und Trinken im Gemeindegebiet Simmerath mit allen erforderlichen Zusatzinfos. Diese Aufstellung findet man wegen ständig erforderlicher Korrekturen und Ergänzungen aber nur im Netz.

Etabliert haben sich inzwischen die Rursee-Sessions. Seit fünf Jahren wird im Heilsteinhaus ein Jazzprogramm auf hohem Niveau geboten. Die nächste Veranstaltung ist am Sonntag, 29. April.

„Wir sehen uns als Teil eines umfangreichen touristischen Netzwerkes in der Erlebnisregion Eifel“, beschrieb Astrid Joraschky das Selbstverständnis der Rursee-Touristik. Eine langfristige Aufgabe sei es, die Gäste länger vor Ort zu halten, denn die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Gastes in Simmerath liegt aktuell bei drei Tagen; allerdings zeigt die Tendenz der letzten Jahren hier leicht nach oben. Auch bei der Rursee-Touristik müsse man sich auf die neuen Trends beim Reiseverhalten einstellen. Joraschky: „Die Leute reisen heute häufiger, kürzer und spontaner.“

Erfreut nahmen die Mitglieder des Strukturausschuss die positive Bilanz zur Kenntnis, nicht aber ohne noch ein paar Wünsche zu äußern. Die Einschätzung von Gregor Harzheim (SPD), dass Simmerath „noch etwas mehr gehobenere Hotellerie vertragen könnte“, teilte die Geschäftsführerin, und auch die Anregung von Christoph Poschen (CDU), das Radwegenetz innerhalb der Gemeinde Simmerath zu verbessern, nahm Astrid Joraschky gerne auf.

(P. St.)
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