Roetgen: Tourismus als Strategie für Roetgen

Roetgen : Tourismus als Strategie für Roetgen

„Roetgen und seine Landschaft sind nicht zu unterschätzen. Roetgen ist mehr als nur ein Durchfahrtsort in der Eifel.“ Mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende der Roetgen Touristik, Stamos Papas, die Mitgliederversammlung im Ratssaal. Seit 14 Monaten ist der Besitzer der Roetgen Therme Vorsitzender des Vereins und bedankte sich für die „harmonische und produktive“ Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes, des Vereins und auch mit der Gemeinde.

In seinem Bericht stellte Papas die „Megatrends“ Roetgens dar: Wandern und Fahrradfahren: „Wir verzeichnen Tausende Radfahrer und Wanderer am Eifelsteig und der Vennbahnroute. Das macht sich besonders bei der Beherbungsstatistik deutlich.“ So konnten die drei von der Statistik erfassten Hotels mit 79 Betten im letzten Jahr 9312 Gäste und 17 166 Übernachtungen verzeichnen, was ein Wachstum von 6,6 Prozent bedeutet.

Eine Steigerung von rund 30 Prozent ermöglichten die 2010 ausländischen Gäste, die 3446 Übernachtungen buchten. Die zahlreichen Ferienwohnungen und -häuser, die nicht Teil der Statistik sind, wurden ebenfalls ausgewertet. So konnte der Vorsitzende Papas verkünden: „Jeden Tag kommen 80 bis 100 Touristen nach Roetgen, die auch hier übernachten. Der Tourismus wächst deutlich.“

Zum Abschluss seines Berichtes blickte Papas zurück auf das vergangene Jahr und dankte dem Eifelverein, dem Heimat- und Geschichtsverein, dem Kulturkreis und der Verwaltung der Gemeinde Roetgen, die „vertrauensvoll“ mit der Roetgen Touristik gearbeitet hätten. Für das nächste Jahr plant die Touristik eine Zusammenarbeit mit den belgischen Nachbarvereinen und dem Rotter Heimat- und Eifelverein.

Um die „Professionalisierung“ der Roetgen Touristik voranzureiben, wünscht sich der Vorsitzende, dass langfristig die Gemeinde einen Mitarbeiter zur Verfügung stellt, der sich explizit mit der Roetgen Touristik befasst und deren Pläne in die Tat umsetze. Bürgermeister Jorma Klauss (SPD) machte seine Unterstützung deutlich: „Tourismus ist für die Gemeinde ein strategisches Ziel.“

Im Anschluss stellte Norbert Siebertz den Veranstaltungsplan im Bürgersaal für die restlichen Monate des Jahres 2018 und das Jahr 2019 vor, das die Roetgen Touristik in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis erstellte. So wird nach der Sommerpause, am 13. Oktober, der Altmeister des Kabaretts, Thomas Freitag, sein einziges Gastspiel in der Region geben und am 17. November die 1. Roetgener Blues- und Rocknacht stattfinden. Zwei „absolute Highlits“, so Siebertz, erwartet die Roetgener im Dezember.

Am 1. Dezember wird die „Kölsche Weihnacht“ mit Künstler aus der Kölner Musikszene stattfinden, darunter Renate Fuchs, „die Callas von Köln“, Torben Klein von den „Räubern“ und die „Original Eschweiler“. Zum Jahresabschluss wird am 15. Dezember das Improvisationstheater „Springmaus“ aus Bonn, das von Bill Mockridge und seine Frau Magie Kinsky vor 35 Jahren gegründet wurde, mit ihrem Programm „Merry Christmaus“ im Bürgersaal gastieren.

Termine für 2019

Die Termine für das Jahr 2019 bezeichnet die Roetgen Touristik als „das größte Kulturprogramm in der Gemeinde“: Parodist Jörg Knörr gastiert am 2. Februar 2019 im Bürgersaal, am 30. März findet zu Ehren des 100. Geburtstags von Frank Sinatra ein Big Band-Abend mit Gesang von Lothar Havenith statt. Im Mai feiert die Alt Aachener Bühne ihren 100. Geburtstag mit den Roetgener Mundartfreunden. Am 31. August findet Open Air auf dem Vervicq-Platz „Kölle bützt die Eifel“ statt mit fünf Kölschbands, wie den „Räubern“, „Boore“, „Kölsche Adler“, „Kläävbotze“ und „Lax“. Bernd Stelter wird am 27. September 2019 auftreten, sowie „Mitternachtsspitzen“-Moderator Jürgen Becker am 23. November 2019.

(kfr)
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