Gitarrenvirtuose in Lammersdorf: Tony Hudspeth begeistert in Joe´s Garage

Gitarrenvirtuose in Lammersdorf : Tony Hudspeth begeistert in Joe´s Garage

Der britische Gitarrist, Sänger und Songwriter Tony Hudspeth sorgte am Dienstagabend in „Joe´s Garage" in der Lammersdorfer Bahnhofstraße für ein volles Haus und ein begeistertes Publikum. Keine Maus passte mehr in die Kultkneipe von Franz Conrad.

Neben Fans aus der näheren und weiteren Umgebung hatten auch einige Fußballer von Viktoria Huppenbroch, wo der Gitarrist mitkickt, den Weg nach Lammersdorf gefunden, um den aus Colchester an der englischen Ostküste stammenden Hudspeth, der bis vor kurzem seit über zwei Jahrzehnten als Wahleifeler in Hammer lebte, zu hören und zu erleben.

Auch bei seinem Auftritt in Lammersdorf kommunizierte Hudspeth, der unter anderem mit Weltgrößen wie Walter Trout und Carl Verheyen auftrat, zwischen den einzelnen Stücken immer wieder gerne und ohne Berührungsängste mit dem Publikum oder gab mit seinem typisch britischen Humor einen Schwank zum Besten. Auch dies mit Herz und Leidenschaft, bevor er wieder mit Vollgas in die Saiten griff.

Das Publikum war jedenfalls von Anfang an zufrieden, da man bestätigt sah, dass Hudspeth mit seinem Equipment und dem meisterhaft beherrschten Handwerk mehr Eindruck als manche Band macht. Dabei war einmal mehr sein virtuoses Gitarrenspiel zu bestaunen, wobei er demonstrierte, dass er nicht nur für krachenden Sound zuständig ist, da sein Repertoire von Blues über Rock bis zu Soul und Country reicht. Dabei durften neben Cover-Versionen natürlich nicht seine eigenen Stücke fehlen, wozu er auch in Joe´s Garage seinem Verstärker gekonnt kontrollierte Rückkopplungen entlockte, um dann schließlich immer wieder zurück in seine eigene Art des "good clean british Rhythm‘n‘Blues" zu finden.

Fast konnte man im Vorabgespräch mit ihm auch ein wenig Abschiedsschmerz spüren. Aus familiären Gründen und nach einem schweren Schicksalsschlag hat Tony Hudspeth vor zwei Wochen dem Wohnort Hammer Ade gesagt und ist nach Gießen gezogen. Er sprach von einem Neuanfang und wird nichtsdestotrotz allein schon beruflich der Eifel verbunden bleiben.

Verbunden waren ihm auch die Besucher in Joe´s Garage, die ihn am Ende begeistert abfeierten. Nach gut drei Stunden launiger Blues- und Rock-Unterhaltung war dann (leider) Schluss, wobei der allgemeine Tenor der Gäste lautete: „Erste Sahne – und hoffentlich kommt er bald wieder". (ho)