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Simmerath: Toilette am Bushof in Simmerath: Noch kein Platz fürs Stille Örtchen

Simmerath : Toilette am Bushof in Simmerath: Noch kein Platz fürs Stille Örtchen

Eine öffentliche WC-Anlage am Bushof in Simmerath wird noch etwas auf sich warten lassen. Nachdem sich Bürger und auch die im Umfeld angesiedelten Geschäfte über die Situation beklagt hatten, hatte die Gemeinde Simmerath reagiert und im Haushaltsplan für das Jahr 2018 eine Summe in Höhe von 50.000 Euro eingeplant, um am Bushof eine behindertengerechte und vor Vandalismus sichere Toilette zu errichten.

„An dieser Sache wird noch gearbeitet“, erklärt Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auf Anfrage. Hintergrund ist, dass die künftige städtebauliche Entwicklung des Zentralortes in geordneten Bahnen verlaufen und gesteuert werden soll. Seit zwei Jahren arbeitet das Büro „HJPplaner“ aus Aachen unter der Leitung von Professor Peter Jahnen an einem Entwicklungskonzept, in dem auch die eventuelle Umgestaltung des Bushofs eine wichtige Rolle spielt.

Ob der Bushof umgestaltet werde und wenn ja wie, sei noch nicht entschieden, so der Bürgermeister. Denn vorher sollen die Bürger einbezogen werden. Der Planungsprozess dauere eine gewisse Zeit, sagt Hermanns und nennt einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren. Hier wolle die Verwaltung unnötige Kosten vermeiden.

Wichtig sei aber auch, die neue Toilette zeitnah zu installieren. „Wir sind unter Einbeziehung von Professor Jahnen dabei, mögliche Standorte zu prüfen“, sagte Hermanns. Auch mit dem Ortsvorsteher habe er bereits gesprochen. Nach den Sommerferien wolle er nun die Ratsvertreter des Zentralortes zu einem Gespräch einladen und ihnen die Überlegungen vorstellen. Anschließend solle das Thema dann im zuständigen Fachausschuss beraten werden, erklärt der Bürgermeister. „Ich würde es begrüßen, wenn vor Weihnachten eine Entscheidung für einen möglichen Standort fallen würde“, hofft Hermanns.

Dann gelte es noch, die Kosten zu ermitteln und zu sehen, ob diese im Haushalt für das Jahr 2019 dargestellt werden können. Hermanns geht davon aus, dass 50.000 Euro für das Vorhaben nicht ausreichen werden.

„Das Thema muss zügig, aber mit der nötigen Intensität angegangen werden“, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.

(ag)