Im Alter von 92 Jahren gestorben: Tiefe Trauer um Pfarrer Robert Frings aus Konzen

Im Alter von 92 Jahren gestorben : Tiefe Trauer um Pfarrer Robert Frings aus Konzen

Ein ausgefülltes seelsorgerisches Leben, das davon geprägt war, Gott und den Menschen zu dienen, ist zu Ende gegangen: Im hohen Alter von 92 Jahren ist am 6. Oktober Pfarrer Robert Frings aus Konzen gestorben.

Die letzte Phase seines Lebens, die er im Seniorenstift Seliger Gerhard in Simmerath verbrachte, war geprägt von langer Krankheit, die er mit Geduld ertrug.

Beigesetzt wird der langjährige Seelsorger, der in zahlreichen Pfarren der Nordeifel gewirkt hat, am kommenden Samstag, 12. Oktober, in der Priestgrabstätte auf dem Friedhof in Konzen . Die Exequien beginnen um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Pankratius.

Am 11. März 1956 hatte er in Konzen auch seine Primiz gefeiert. Am 25. Februar 1956 war er durch den damaligen Aachener Bischof Johannes Pohlschneider zum Priester geweiht worden.

Robert Frings gehörte zu einer Generation von Priestern, die wie kaum eine andere einschneidende Veränderungen und Reformen in der katholischen Kirche erlebte und diese in den Pfarren vor Ort in die Praxis umsetzen musste. Im Rahmen seines goldenen Priesterjubiläums, das er im Jahr 2006 feierte, hatte Robert Frings noch einmal seine bewegte Zeit als Seelsorger in Erinnerung gerufen. Als junger Priester musste er noch den Gottesdienst im lateinischen Ritus zelebrieren – den Rücken den Gläubigen zugewandt. Das II. Vatikanische Konzil (1962 bis 1965) verlangte ein radikales Umdenken in der seelsorgerischen Alltagsarbeit.

Zuversicht und Verantwortung

Robert Frings legte 1950 am Monschauer Gymnasium sein Abitur ab und studierte anschließend Theologie in Bonn. Seine lange Kaplanszeit von 1956 bis 1968 verbrachte er in Düren, Mönchengladbach und Lendersdorf. Von 1968 bis 1981 war Robert Frings Pfarrer in Hoven; von 1981 bis 1993 war er als Pfarrer in St. Apollonia Steckenborn tätig. In dieser Zeit erlebte er eine weitere geradezu revolutionäre Veränderung in der Kirche. Er gehörte zu den ersten Priestern in der Region Eifel, die mit Rurberg, Woffelsbach und Strauch mehr als eine Pfarrgemeinde zu betreuen hatten. Diese Aufgabenteilung war nicht die seelsorgerische Wunschvorstellung von Robert Frings, aber er stellte sich der neuen Herausforderung mit Zuversicht und Verantwortung. Die Arbeit an Schulen wie auch sein Engagement in der Jugendarbeit lagen ihm ebenfalls stets am Herzen.

Nach seiner Pensionierung im Jahr 1993 zog Robert Frings gemeinsam mit seiner Schwester Hermine, die ihm stets ein verlässliche Hilfe bei der Haushaltsführung war, zurück in sein Elternhaus nach Konzen. Er stellte sich aber weiterhin auf freiwilliger Basis noch mehr als 15 Jahre in den Dienst der Kirche, vor allem in den Pfarrgemeinden des Dekanates Monschau.

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