Steckenborn: Themen mit Zündstoff beim Fischereiverein Nordeifel

Steckenborn: Themen mit Zündstoff beim Fischereiverein Nordeifel

Zeitweise ging es während der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins (FV) Nordeifel-Monschau hoch her. Am Samstag trafen sich rund 50 Mitglieder im Saal Stollenwerk in Steckenborn. Vorsitzender Klemens Reimann begrüßte und moderierte.

Die Wasserrahmenrichtline der Europäischen Union (EU) beschäftige die Angler ebenso wie das Gesetz, gefangene Fische, die ein Mindestmaß aufweisen, „mitnehmen“ zu müssen.

„99,9 Prozent der Leute, die heute hier sitzen, sind Straftäter“, rutschte es einem Anwesenden heraus. Denn nicht jeder Angler nimmt jeden maßigen Fisch mit nach Hause, im Gegenteil. „Wenn ich sehe, dass der Fisch an meiner Angel noch einige Jahre für viel Nachwuchs sorgen kann, dann entlasse ich ihn wieder in die Freiheit, auch wenn er maßig ist“, so der Kommentar eines fachkundigen Besuchers.

Für weiteren Zündstoff sorgte die Mitgliedschaft des FV Nordeifel-Monschau im Bundesverband. „Was bringt uns diese Mitgliedschaft im Bundesverband?“, wollte Christian Sons aus Nideggen wissen. Reiner Gube, Vorsitzender des Rheinischen Fischereiverbandes mit Sitz in Mönchengladbach, plädierte für die Mitgliedschaft im Bundesverband, während Sons dagegen sprach.

„Was hat dieser Bundesverband, der Beiträge kostet, bisher für uns getan?“, stellte Sons provozierend als Frage in den Raum. Viele Antworten auf diese Frage erhielt er nicht. Einzig, dass ein starker Bundesverband wichtig sei, etwa bei Verhandlungen mit der EU, kam als Argument von Klemens Reimann zurück. Weiter sagte Reimann: „Eine Alternative zu diesem Bundesverband gibt es nicht.“

Neue Boote angeschafft

Doch es gab auch Erfreuliches und Harmonisches. So erwarb die Fischereipächtergemeinschaft, zu der der FV Nordeifel Monschau gehört, fünf neue Alu-Anglerboote im Wert von circa 30.000 Euro. Bruno Wilden, Vertreter der Geschäftsstelle des FV Nordeifel Monschau, konkretisierte: „Die Boote können gegen ein Entgelt für den Urftseearm des Obersees von Anglern ausgeliehen werden.“

Die Vermietung vom 1. April bis zum 15. November eines Jahres der nun sechs Leihkähne übernimmt der Kiosk „Seppi‘s Eck“ in Rurberg, Bollard 21, Telefon 0171/ 1649989. Der Tagespreis beträgt 20 Euro zuzüglich einem Euro Ausgabegebühr. Fischerei-Tageskarten für die Rur gibt es vom 16. März bis zum 19. Oktober eines Jahres im Hirsch-Café/Bäckerei Oebel am Markt in Monschau. Mitglieder des FV Nordeifel Monschau zahlen 10 Euro, Nichtmitglieder 15 Euro.

Aktuell gehören dem FV Nordeifel-Monschau 657 Mitglieder an. 628 Mitglieder des Vereins, der in acht Untergruppen aufgeteilt ist, sind männlich, 29 weiblich. Der Jugendanteil (unter 18 Jahre) liegt bei 35 Personen.

Bruno Wilden nannte in seinem Geschäftsbericht die Verhältnisse am Rursee fischereilich und finanziell „gesund“. Kürzlich wurden 1600 Kilogramm Rotaugen eingesetzt. Aale im Wert von 6000 Euro sollen bald folgen.

Säuberung des Rurseeufers

Großen Wert legen die Fischer auf die Säuberung des Rurseeufers. Im vergangenen Jahr wurden an einem Samstag Ende April fünf Kubikmeter Müll zusammengetragen. Die diesjährige Reinigungsaktion findet am kommenden Samstag, 21. April, ab 8.30 Uhr statt. Treffpunkt ist der Parkplatz am Kiosk in Einruhr.

Zum Ehrenmitglied wurde Günter Monschau aus Schleiden-Oberhausen ernannt. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Lutz Bellers, Heinz Rudolph und Alfred Strauch geehrt. Seit 40 Jahren sind Helmut Breuer, Hubert Hennig, Paul N. Marker, Josef Richterich, Thomas Richterich, Werner Schulz, Hans Stremmer, Wilhelm Engels, Karl Fuchs, Manfred Ley, Herbert Müller, Ernst Poth, Bernd Winter, Wolfgang Gollnick, Theodor Fürsich und Helmut Heinz dabei. Für 25 Jahre erhielten Winand Hellenbrandt, Robert Purpar, Christoph Lützeler, Andreas Hilger, Udo Kirfel, Rudolf Pieper, Christian Sons, Joachim Schuster, Sebastian Fürsich und Jochen Kuhns Ehrungen.