Simmerath: Thema Monschauer Straße aus Eifeler Sicht diskutieren

Simmerath: Thema Monschauer Straße aus Eifeler Sicht diskutieren

Die Forderung einer besseren Verkehrsanbindung der Eifel an das Oberzentrum Aachen ist nicht neu. Besonders aus den beiden Eifelkommunen Monschau und Simmerath ist dieser Forderung seit Jahrzehnten zu hören.

Jetzt meldet sich wieder einmal die Gemeinde Simmerath zu Wort, nachdem die Ausbaupläne möglicherweise in eine entscheidende Phase eintreten.

Wie berichtet favorisiert die Stadt Aachen inzwischen einen reduzierten Ausbau der Monschauer Straße. Demnach soll der Streckenabschnitt von der Autobahnauffahrt Lichtenbusch bis zur Einmündung Pascalstraße in Oberforstbach nur noch dreispurig ausgebaut werden, das restliche Stück L 233 soll wie gehabt zweispurig bleiben. Dabei hatte der Landesbetrieb Straßenbau bereits vorzeigefertige Pläne eines vier- bzw. dreispurigen Ausbaus in der Schublade liegen.

Die in Aachen eingekehrte Bescheidenheit bei den Ausbauplänen hat nun in den vergangenen Wochen vielfache Diskussion ausgelöst. In der Simmerather Ratssitzung am Donnerstagabend stellte CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer den Antrag, dass der Rat den Bürgermeister beauftragen möge, „die Interessen der Gemeinde Simmerath für eine leistungsfähige Verkehrsanbindung” deutlich zu artikulieren.

Gemeint seien damit neben der Monschauer Straße auch die B 258. Dem Wunsch des CDU-Sprechers, dass man diese Thematik parteiübergreifend betrachten möge, schlossen sich die Ratskollegen einstimmig an. Wie und wo Bürgermeister Hermanns die Interessen einbringen wird, bleibt ihm überlassen.

Problemphase am Morgen

Bruno Löhrer sah auch die „schützenswerten Interessen” der Anwohner in Oberforstbach, aber ein „vernünftiger Zugang” der Gemeinde Simmerath zur Autobahn sein unabdingbar. Hermann-Josef Bongard (FDP) stellte das „vitale Interesse” der Gemeinde Simmerath an einer leistungsfähigen Anbindung heraus. „Das ist nicht nur die Sache der Stadt Aachen. Da dürfen wir uns einmischen.” Für die Anwohner in Oberforstbach könne ein Ausbau der Monschauer Straße durchaus vorteilhaft sein, da dieser auch mit effektiven Lärmschutzmaßnahmen verbunden sei.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns ging auf eine Einlassung der Grünen-Bundestagsabgeordneten Bettina Herlitzius ein, die von einer nur geringen Steigerung des Verkehrsaufkommens auf der Monschauer Straße in den letzten zehn Jahren gesprochen hatte. Dies, so Hermanns wolle er nicht abstreiten, aber es gehe um die Problemphase für die Pendler am frühen Morgen mit ständig langen Staus. 70 Prozent der Simmerather Arbeitnehmer pendelten nach Aachen aus. Außerdem sei eine verbesserte Verkehrsanbindung auch ein wesentlicher Faktor für die Attraktivität des Standortes Simmerath und damit der Ansiedlung von Unternehmen.

Marc Topp (SPD) wünschte sich, dass die Beteiligten in einen Dialog über die beste Lösung treten würden. Seiner Meinung würde bereits ein Veränderung der Ampelschaltung zu den Stoßzeiten auf der Monschauer Straße spürbare Entlastung bringen, „aber das ist nicht gewollt.”

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