Theater Kunterbunt bereitet sich auf neues Stück vor

Theater Kunterbunt bereitet sich auf neues Stück vor: „Viel Radau auf Burg Monschau“

Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, probt zurzeit wieder eine außergewöhnliche Truppe: Das „Theater Kunterbunt“ bereitet sich im Musik- und Kulturzentrum in Konzen (MuK) auf die Aufführungen des Stückes „Viel Radau auf Burg Monschau“ vor.

Kunterbunt ist es deshalb, weil hier Menschen mit und ohne Handicap, die Spaß am Theaterspielen haben, zusammenkommen. Das inklusive Theaterprojekt der KoKoBe Nordeifel (Koordinierungs- Kontakt- und Beratungsangebote) geht nun schon in die sechste Runde; wer die Aufführungen in den vergangenen Jahren gesehen hat, wird das neue Stück nicht verpassen wollen.

Von einer Idee ausgehend, wird seit September das mehr oder weniger improvisierte Werk entwickelt. Es sollte auf einer Burg spielen, so wurde Monschau ausgewählt. Die Schauspieler suchten sich ihre Rollen aus: den Hofnarr, das Burgfräulein, den Burgherrn, ein Gespenst und so weiter. In dem Handlungsstrang gibt es keine vorgegebenen Texte, jeder füllt seine Rolle nach eigener Fantasie aus. Die künstlerische Leitung liegt wieder in den Händen der Aachener Regisseurin Ingrid Wiederhold, die schon in den vergangenen Jahren ihren Einfallsreichtum, ihren Humor, aber auch ihr Einfühlungsvermögen für die Truppe unter Beweis gestellt hat.

„Hier sind alle gleichberechtigt, was das Entwickeln von Szenen, Texten und Geschichten angeht“, sagt sie, „jeder Schauspieler hat eine andere Sprache, diese Sprache zeichnet ihn oder sie aus. Die Menschen spielen in ihren Rollen, und das mit vollem Einsatz“. Für die Unterstützung des Theatervereins Concordia Konzen sei man sehr dankbar, er ermögliche, dass von Anfang an auf der Bühne im MuK geprobt werden könne. Drei der insgesamt elf Schauspieler kommen vom „Theater Wortspiel“ aus Mützenich – Ingrid Wiederhold sieht darin eine „vorbildliche aktive Zusammenarbeit“ der drei Theater.

Viel Liebe zum Detail bei Kulissen und Kostümen

Zum Inhalt des Stückes: Walram II. herrscht auf Burg Montjoie, ihm zur Seite Jutta, die Herrin von Montjoie. Das Herrscherpaar unterhält gute Beziehungen zur Äbtissin von Reichenstein, wo „ein fetteres Bier“ gebraut wird. Nach dem Tod seiner Mutter sieht sich der junge Herrscher von Feinden bedroht, von „den Limburgern“. Wird Walram II. ihnen Monschau und Conzen kampflos überlassen? In die (zum Teil erdachten) historischen Ereignisse wird Lokalkolorit gemischt; wunderbare Kostüme konnten geschneidert oder ausgeliehen werden. Wie die Truppe begeistert ihre Aufgabe wahrnimmt und wie mit Akribie an den Szenen gearbeitet wird, das konnte Uli Tambornino beobachten, er baut den Haller als Kulisse auf der Bühne auf und berichtet: „Jedes Mal staune ich, wie es sich entwickelt, wie neue Details eingearbeitet werden.“

Organisatorisch betreut wird das inklusive Theaterprojekt von Andrea Hein, der Leiterin der KoKoBe Eifel. Ohne Sponsoren wäre es nicht zu verwirklichen, hier wird der Lionsclub Monschau von den Organisatoren dankend hervorgehoben, aber auch „Running for Kids“, der Verein „Hoffnung schenken“ und der Flohmarkt der Sekundarschule Simmerath. Am 15. und 16. Februar öffnet sich jeweils um 20 Uhr der Vorhang. Eintrittskarten gibt es über die Homepage www.theaterverein-konzen.de und bei Andrea Hein, Tel. 0177/8528056, sowie an der Abendkasse. „Wir haben den Anspruch, ein Theaterstück zu entwickeln, das uns und dem Publikum Freude bereitet“, sagt Ingrid Wiederhold.

(ale)
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