Telefonstörung nach Tiefbauarbeiten in Eicherscheid

Aufgewühlte Anwohner : Bürger in Eicherscheid stehen ohne Telefon und Internet da

Die Bürger in Eicherscheid sind wütend. Seit mehr als zwei Wochen haben die Anwohner der Straßen Auf Dohnschet und Fronrater Weg weder Telefon noch Internet. Mitte Dezember wurde dort die Straße für Tiefbauarbeiten aufgemacht.

Im Zuge dessen wurde ein Kabel durch Feuchtigkeit beschädigt – offensichtlich unbemerkt. Das Loch wurde wieder zugeschüttet. Seit dem 23. Dezember funktioniert nun in rund zehn Haushalten nichts mehr. „Meine 90-jährige Mutter und andere ältere Bewohner haben ein Hausnotrufgerät. Sie können nun im Notfall niemanden erreichen, das macht einen ja auch unruhig“, klagt Astrid Dreuw, die sich an die Redaktion gewandt hat.

Am Tag nach Weihnachten hätte sie erstmals bei dem zuständigen Telefonanbieter, der Telekom, angerufen und die Störung gemeldet. „Es hieß, die Störung wäre bekannt, das Kabel defekt“, erklärt sie. Man wolle sich darum kümmern. Doch getan habe sich nichts, am 31. Dezember rief sie erneut an. „Bei der Servicehotline sagte man mir, man habe die Störung an die Techniker weitergegeben, mehr könne man halt nicht machen.“ Weitere Anrufe von ihr und den anderen Betroffenen folgten.

Am vergangenen Freitag sei dann endlich jemand vor Ort gewesen, um sich das Problem anzuschauen. „Der Mann sagte, dass jetzt erst mal ein Antrag an die Städteregion gestellt werden muss, damit das Loch wieder aufgemacht werden kann, und das könnte bis zu zehn Tage dauern“, klagt Dreuw. Das bestätigte auch Marion Kessing, Sprecherin der Telekom. Tiefbauarbeiten seien erforderlich, um das Kabel zu reparieren. Die Genehmigung sei beantragt, liege jedoch noch nicht vor.

„Der Antrag der Telekom ist am vergangenen Freitag bei uns eingegangen“, bestätigt Detlef Funken, Pressesprecher der Städteregion. Die Städteregion warte nun auf die Rückmeldungen der Gemeinde Simmerath und der Polizei. „Wenn die positiv sind, dann werden wir dem Antrag sehr schnell stattgeben, voraussichtlich schon am Dienstag“, sagt er. Dann ist wieder die Telekom am Zug.

„Das kostet einen einfach echt Nerven. Ich habe in den vergangenen Tagen bestimmt schon zwölf Stunden am Telefon gehangen“, sagt Dreuw. Sie sei hin- und herverbunden worden, niemand habe auch nur versucht, wirklich weiterzuhelfen. Auch die Frage nach einer alternativen Schaltung, bis der Schaden behoben ist, sei unbeantwortet geblieben. „Ersatzschaltungen wurden geprüft, sind aber hier nicht machbar“, heißt es dazu von Seiten der Telekom auf Anfrage der Redaktion.

Ob die Anwohner eine Entschädigung für die Unannehmlichkeiten erhalten, steht indes noch aus. Dreuw hat bereits in einem ihrer Telefonate mit der Servicehotline eine gefordert. Die Antwort: Rückwirkend sei das möglich, sobald die Störung behoben sei. Doch nur für diejenigen, die sich auch bei der Telekom meldeten und das einforderten. „Schon allein diese Aussage ist eine absolute Frechheit. In meinen Augen ist das Verhalten der Telekom einfach eine Katastrophe“, sagt sie abschließend.