Stromausfall in Roetgen, Rott und Mulartshütte

Auch Notrufe betroffen : Roetgener haben anderthalb Stunden lang keinen Strom

Ein flächendeckender Stromausfall hat am Freitagnachmittag Teile der Gemeinde Roetgen betroffen. Auch die Notrufe fielen aus, die Feuerwehr ging in Bereitschaft. Ursache war vermutlich ein Baum, der auf eine Freileitung stürzte.

Kurz vor 16 Uhr fiel in Rott und Mulartshütte das Netz komplett aus. Das Gebiet von Roetgen war zu etwa 30 Prozent betroffen, schätzte der Leiter der Roetgener Feuerwehr Joachim Wynands.

Auch die Festnetz-Telefonleitungen waren betroffen, somit auch der Notruf. Die Feuerwehr besetzte deshalb die Gerätehäuser in Rott und Roetgen, um Hilfsgesuche entgegennehmen zu können. Ein Einsatzfahrzeug wurde in der Ortsmitte von Mulartshütte positioniert, um als Anlaufpunkt bereit zu stehen. Tatsächlich mussten während der folgenden anderthalb Stunden in der Roetgen-Therme und einem Wohngebäude ansteigendes Grundwasser abgepumpt werden.

Kurz vor 17 Uhr wurden Nutzer der Katastrophen-App „Nina“ für Smartphones über die Panne informiert. „Der Energieversorger arbeitet mit Hochdruck an der Behebung des Problems“, hieß es. Ein Sprecher des zuständigen Unternehmens, der Westnetz GmbH, erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, vermutlich sei ein Baum die Ursache gewesen, der auf eine Freileitung zwischen Mulartshütte und Rott gestürzt war. Hinzugekommen sei eine zweite Störung im Bereich Roetgen-Bahnhofsstraße.

Nach rund anderthalb Stunden gingen in Roetgen dann die Lichter nach und nach wieder an. Insgesamt seien rund 500 Haushalte mit etwa 2000 Einwohnern betroffen gewesen, sagte der Sprecher.

(heck)
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