Simmerath: Stephan Braun ist tot: Betroffenheit in Simmerath

Simmerath: Stephan Braun ist tot: Betroffenheit in Simmerath

Betroffenheit, Sprachlosigkeit und Fassungslosigkeit herrschen in Simmerath, nachdem bekannt wurde, dass der Unternehmer und Ortspolitiker Stephan Braun in der Nacht zum Samstag während einer stationären Behandlung im Aachener Klinikum gestorben ist.

Stephan Braun wurde mitten aus einem Leben voller Pläne und Tatendrang gerissen und nur 59 Jahre alt. Sein plötzlicher Tod bewegt eine Vielzahl von Menschen in Simmerath und darüber hinaus. Stephan Braun (den meisten unter seinem Beinamen „Aues“ ein Begriff) war ein Mensch, der gerne forsch und engagiert zur Tat schritt, anstatt sich in zähen Diskussionen zu verlieren.

Das galt für sein Recycling-Unternehmen im Gewerbegebiet Rollesbroich, wo rund 35 Mitarbeiter beschäftigt sind, ebenso wie auch für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten, ob als Ortspolitiker für den CDU-Ortsverband Simmerath, dessen Vorsitzender er war, die CDU-Mittelstandsvereinigung oder als Mitglied des Planungsausschusses der Gemeinde Simmerath (seit 2014). Auch als Vorsitzender der Modellgruppe Kranich 70 in Simmerath brachte er sich leidenschaftlich für sein Hobby ein.

Stephan Braun war nie daran gelegen, es allen recht machen zu wollen. Seinen streitbaren Geist ließ er auch die Parteifreunde spüren, wenn er von einer Sache überzeugt war. Seine zupackende und zielgerichtete Art zu handeln, wurde in Simmerath von Respekt und Anerkennung begleitet. Er war stets zur Stelle, wenn seine Hilfe gefragt war, ob zuletzt beim Bau des neuen Kunstrasenplatzes der Hansa Simmerath oder auch bei zahlreichen anderen öffentlichen Projekten.

„Der Tod von Stephan Braun ist für uns ein herber Verlust“, hieß es am Montag aus Kreisen der CDU Simmerath, und auch der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns zeigte sich erschüttert von der Todes-Nachricht: „Ich zolle Stephan Braun hohe Achtung für seine Lebensleistung.“ Es sei ihm gelungen, aus kleinsten Anfängen heraus eine bedeutende Firma aufzubauen. Die CDU und der Ort Simmerath verlören einen engagierten, verdienten und manchmal auch streitbaren Aktivposten, der sich stets in hohem Maße dem Gemeinwohl verpflichtet gesehen habe.

(P. St.)
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