Steckenborn: Steckenborner Lichterlauf erfreut sich großer Beliebtheit

Steckenborn : Steckenborner Lichterlauf erfreut sich großer Beliebtheit

Glühwein und warmer Apfelschnaps am Streckenrand, ein eindrucksvolles Lichtermeer rund um den Parcours und sportliche Glanzleistungen auf dem Asphalt: So könnte man den 11. Steckenborner Lichterlauf in aller Kürze beschreiben. Auch in diesem Jahr erfreute sich der inzwischen weit über die Region hinaus bekannte Volkslauf großer Beliebtheit.

Denn es gingen wieder weit über 350 Läufer auf die zehn Kilometer lange Strecke.

Großes Siegerteam: hier die Gesamtsieger sowie die Sieger in den einzelnen Altersklassen des 11. Steckenborner Lichterlaufes (Double-Gewinner Jorrit von Raadt: hinten, 5. v. l.). Foto: Max Stollenwerk

Der Rundkurs über 2 Kilometer, der fünfmal absolviert werden musste, war, wie gewohnt, kreativ und fantasievoll geschmückt und gab den Athleten sicherlich noch einen zusätzlichen Schub an Motivation. Nicht umsonst wurde der Lichterlauf in den letzten vier Jahren jeweils zum schönsten Lauf des Rur-Eifel-Volkslauf-Cups gewählt.

Einer der kreativsten Läufer: Dirk Nitschke. Foto: Peter Stollenwerk

„Die Stimmung an der Strecke war sehr gut, und auch von den Teilnehmern gab es durchweg positive Rückmeldungen. Insgesamt ist von der Vorbereitung, über den Aufbau, bis hin zum Wettkampf alles super gelaufen“, zog Dirk Löhr, der 1. Vorsitzende des SC Komet Steckenborn, unmittelbar nach dem Lauf ein überaus positives Fazit. Die Teilnehmer seien durch die Bank „happy gewesen und haben die entspannte Stimmung gelobt“, so Löhr.

Zwar sei die Teilnehmerzahl im Vergleich zum letzten Jahr leicht zurückgegangen, doch das tat der Stimmung in keiner Weise einen Abbruch.

Über 60 Helfer aktiv

Die gesamte Organisation im Vorfeld und am Wettkampftag selbst erforderte viele helfende Hände. „Insgesamt waren über 60 Helfer aus dem Vorstand, dem Hauptverein und der Laufabteilung im Einsatz“, erklärte der 1. Vorsitzende. Und betonte dabei: „Ohne die große Hilfe seitens der Freiwilligen Feuerwehr, unter anderem bei der Streckensicherung, wäre eine solche Veranstaltung für uns nicht möglich.“

Während die fleißigen Helfer in der Cafeteria bereits Glühwein, warmen Apfelschnaps, Kinderpunsch, Kakao, Brezeln und Weckmänner vorbereiteten, gab Bernd Goffart, der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, pünktlich um 19 Uhr den Startschuss für den Hauptlauf über die 10 Kilometer.

Fünf Minuten später schickte Steckenborns Ortsvorsteher Ralph Löhr die insgesamt 21 Jugendstaffeln auf die Verfolgung der Läuferschar. Durch die Möglichkeit der Jugendstaffel möchte man den Nachwuchs an die großen Läufe heranführen und ihnen ermöglichen, die Atmosphäre kennenzulernen.

Gewertet wurde dieser Wettbewerb nach dem sogenannten „Age-graded-Prinzip“. Bei dieser Wertung ist nicht alleine die Zeit entscheidend, denn diese wird im Verhältnis zum Alter der Starter und der Weltrekordzeit über 10 Kilometer gesetzt.

Schmückung zur Motivation

Auf der Strecke hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, und viele Anwohner hatten den Straßenrand mit Laternen, Fackeln, Kerzen und Scheinwerfern geschmückt, um die Läufer zusätzlich zu motivieren. Ein Höhepunkt auf der Strecke war wieder einmal die leuchtende Hexe auf der Höhe, die den einen oder anderen Sportler erschrak und für viele Lacher sorgte. Die Läufer standen den Zuschauern in keiner Weise nach und waren teilweise kreativ verkleidet und beleuchtet auf dem Rundkurs unterwegs.

Nach einer guten halben Stunde war dann bereits der Sieger des diesjährigen Lichterlaufs in Sichtweite. Je näher er kam, desto klarer konnte Moderator Vinzenz Tüpper, der bisher alle Auflagen des Lichterlaufes fachmännisch kommentierte, erkennen, dass es ein alter Bekannter war. Denn nach exakt 34:31-Minuten passierte Jorrit van der Raadt von STAP Brunssum die Ziellinie und konnte seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholen.

Die Titelverteidigung beim Steckenborner Lichterlauf war eine Premiere, die dem 20-Jährigen nun gelungen ist. Nach den 10 Kilometern wirkte er im Ziel schnell wieder ziemlich entspannt. „Ich war zum zweiten Mal hier dabei und hätte dieses Ergebnis nach meiner jetzt überstandenen Verletzung so nicht erwartet“, sagte der glückliche Sieger zufrieden. „Es ist eine super Strecke hier und auch die Zusammenarbeit mit dem SC Komet Steckenborn, der auch regelmäßig an unseren Wettkämpfen teilnimmt, ist sehr gut“, so der 20-Jährige weiter.

Im nächsten Jahr möchte Jorrit van der Raadt, der durchschnittlich sechsmal pro Woche trainiert, wieder mit von der Partie sein. Sein Ziel ist es natürlich, das Triple perfekt zu machen, denn „ich will immer gewinnen, wenn ich mitlaufe“, sagte er schmunzelnd.

12. Lauf am 13.10.2018

Kurz nach dem 11. Lichterlauf beginnen auch bereits die Planungen für das nächste Jahr, wenn das erste Dutzend komplettiert wird. „Die ersten Vorbereitungen für den nächsten Lichterlauf, der neben dem Wettbewerb ‚Enorm in Form in Steckenborn‘ die zweite große Laufveranstaltung ist, beginnen bereits in Kürze, bevor es zwei Monate vor der Veranstaltung dann konkret wird“, erklärte Dirk Löhr nach der Siegerehrung.

Während der Siegerehrung bedankte sich Löhr besonders bei Dirk Nitschke, der schon öfters teilgenommen hat und immer besonders kreativ verkleidet ist: „Er ist ein guter Bekannter des SC Komet, der sich für den Lauf immer als ‚Freund des SC Komet‘ anmeldet und für mich ein ganz besonderer Mensch ist.“

Für den nächsten Lichterlauf steht der Termin schon fest und kann in den Laufkalender für die kommende Saison eingetragen werden: Am 13. Oktober 2018 heißt es in Steckenborn zum 12. Mal „Eintauchen ins Lichtermeer“.