Schmidt: Stadt verdient mit an der Hütte

Schmidt: Stadt verdient mit an der Hütte

Ein schönes Maifest, das die Ortsgruppe Schmidt des Eifelvereins feierte, kann nicht darüber hinweg täuschen, dass einige sorgenvolle Gedanken gewälzt werden.

Ein kleiner Lichtblick könnte der kurz vor seinem Abschluss stehende Vertrag mit der Stadt Nideggen über die Nutzung des beliebten Grillplatzes werden.

Die Stadt Nideggen hatte im vergangenen Herbst sämtliche Nutzungs- und Pachtverträge ihrer Einrichtungen gekündigt. Die Argumentation der Bürgermeisterin Margit Göckemeyer lautete, die Stadt sei aufgrund ihrer hohen Verschuldung gezwungen, jede Möglichkeit zu überprüfen und auszuschöpfen, die zu einer Verringerung des Defizits führe. Von diesen Kündigungen war auch der von der Eifelvereins-Ortsgruppe Schmidt betreute Grillplatz betroffen.

Nun erfährt man von Seiten des Eifelvereins, dass ein neuer Vertrag kurz vor dem Abschluss stehe. Darin sei für die nächsten zehn Jahre vereinbart, dass die Stadt Nideggen mit zehn Prozent am Überschuss beteiligt wird.

Ein beliebter Platz

Der Grillplatz im Waldstück „Zimmel” wird seit über 30 Jahren vom Eifelverein gepflegt; die Ortsgruppe Schmidt überwacht die Nutzung, übernimmt Instandhaltungs- und Aufräumarbeiten. Für unterschiedliche Zusammenkünfte und Feiern ist der „Zimmel” eine recht beliebte Adresse.

Auch die Ortsgruppe selbst hat hier ungezählte fröhliche Feste gefeiert, die Grillhütte wurde stets gern als ihre „gute Stube” bezeichnet. Wie so oft in den letzten Jahren traf man sich auch am letzten Samstag, um in den Mai hinein zu feiern. Ein stattlicher Maibaum wurde aufgerichtet, ein leckeres Essen zum Selbstkostenpreis aufgetischt; und selbstverständlich sangen die Eifelvereins-Aktiven dem Wonnemonat einen zünftigen Willkommensgruß.

Auch der Ehrenvorsitzende Paul Heck war wieder einmal mit dabei; der Senior ließ es sich nicht nehmen, mit herzlichen Dankesworten seine Anerkennung für die unermüdlich ehrenamtlich Tätigen im Eifelverein auszusprechen.

Wolfgang Müller, der erste Vorsitzende der Schmidter Ortsgruppe, nahm mit Freude die gute Beteiligung und optimistische Stimmung zur Kenntnis, doch fühlte er sich gezwungen, den Gästen seine Sorgen mitzuteilen: Er und noch mehr Vorstandsmitglieder haben erklärt, im nächsten Jahr nicht mehr für ihre Ämter zu kandidieren. Zu diesem Entschluss haben etliche Ereignisse und Unstimmigkeiten geführt, die er nicht erläutern wollte.

Er forderte die Mitglieder auf, an einem Strang zu ziehen, sich Gedanken um die Ortsgruppe zu machen. Jeder solle in sich gehen und ernsthaft darüber nachdenken, ob er nicht etwas mehr Verantwortung übernehmen könnte. Einem neuen Gremium würde Wolfgang Müller, der mit Leib und Seele dem Eifelverein verbunden ist, mit Rat und Tat zur Seite stehen.