St. Martin vor 60 Jahren in Rurberg

In Rurberg: St. Martin vor 60 Jahren

Lang ist es schon her, aber der St.-Martinszug in Rurberg zieht noch immer zum Martinsfeuer. Und doch hat sich einiges geändert.

Es gab vor 60 Jahren noch keine Martinslaternen zu kaufen, die Laternen wurden in der Oberklasse der Volksschule im Unterricht aus Rüben geschnitten oder aus Holz und farbigem Transparentpapier gebastelt. Dagegen haben fast alle Laternen heute LED-Licht, damals gab es nur Kerzenbeleuchtung, die auch schon mal im Wind ausging. Streichhölzer gehörten immer zur Ausrüstung. Das Holz für das Martinsfeuer sammelten die Schüler noch selbst im Gemeindewald und schleppten es bis hinunter zum Feuerplatz „im Sief“. Dann halfen sie der freiwilligen Feuerwehr beim Aufbau des Feuers. Es sollte immer möglichst höher sein als in den Nachbardörfern. Weckmänner gab es damals natürlich auch, aber es waren in der Dorfbäckerei bei Adi Leister mit Hilfe von Schülerinnen selbst gebackene Weckmänner, von denen immer auch alle alten Rurberger nach dem Martinsfeuer einen von den Schülern gebracht bekamen. So wurde die „Schule im Dorf“ zu einem festen Bestandteil der Dorfgemeinschaft.

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