Kesternicher Höhe: Sportzentrum wird im Sommer bezugsfertig

Kesternicher Höhe : Sportzentrum wird im Sommer bezugsfertig

Es war ein lange geplantes Projekt, viele Hürden waren zu nehmen und viele Fragen mussten geklärt werden: Das große Projekt mit dem Bau des Sport- und Kulturzentrums auf der Kesternicher Höhe biegt langsam aber sicher auf die Zielgerade ein und steht kurz vor seinem Abschluss.

Auf dem Neujahrsempfang des TSV Kesternich, der in den Räumlichkeiten der neuen Heimstätte stattfand, war dies daher auch das beherrschende Thema. Zum Neujahrsempfang hatten sich über 50 Helfer, Ehrenamtliche und Vorstandsmitglieder auf der Kesternicher Höhe zusammengefunden, um einen geselligen Abend zu verbringen.

Erst vor knapp anderthalb Jahren, im Herbst 2017, war der Spatenstich erfolgt, wenig später rollten die Bagger auf der Kesternicher Höhe an und Ende 2017 war der Rohbau der Halle bereits fertiggestellt.

„An einigen Stellen ist hier zwar zurzeit noch ein bisschen Baustelle und es dauert noch zwei bis drei Monate, ehe alles nutzbar ist. Die Umkleiden und Toiletten sind dagegen bereits fertig“, sagte Ralf Stollenwerk, der Erste Vorsitzende des TSV Kesternich, in seiner Begrüßungsrede. Eine kleine Ausnahme sei das Dorfgemeinschaftshaus, denn hier dauere es aller Voraussicht nach noch etwas länger bis zur Fertigstellung.

„Mit dem Verlauf der Bauarbeiten bin ich sehr zufrieden, auch weil wir, vor allem wegen der großen Eigenleistung, mit unserem geplanten finanziellen Budget im Rahmen geblieben sind“, erklärte er. Schmunzelnd fügt er hinzu: „Besonders zu Baubeginn haben mir die Firmen etwas leidgetan, denn es war zeitweise über eine längere Zeit so kalt, dass nicht mehr weitergebaggert werden konnte, da der Boden gefroren war.“

„Große Eigenleistung“

Er bedankte sich im Anschluss bei den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihre „tatkräftige, ausdauernde Unterstützung und Energie“. Aus diesem Grund sei der Neujahrsempfang, der in der zukünftigen Vereinskneipe („Kaschemme“) stattfand, in diesem Jahr etwas anders und in einem größeren Rahmen organisiert, sodass neben dem Hauptvorstand sowie den Abteilungsvorständen ebenfalls alle Helfer eingeladen waren.

„Es haben insgesamt über 90 Helfer an der Umsetzung mitgewirkt“, unterstrich Stollenwerk die große Unterstützung. „Die Eigenleistung war sehr hoch, sogar noch etwas höher als geplant“, so der erste Vorsitzende weiter. Der Innenausbau der Sporthalle sei beispielsweise komplett in Eigenleistung erbracht worden. Der Hallenboden in der Mehrzweckhalle ist ein Linoleum-Sportboden. Ebenfalls sprach Stollenwerk den Kesternicher Unternehmen und Handwerkern seinen Dank aus: „Auch hier wurden wir großartig unterstützt und sie haben viel geleistet. Teilweise wurden sogar noch zusätzliche Mitarbeiter von den Firmen hier her geschickt, um zu helfen. Für diese große Hilfsbereitschaft bin ich sehr dankbar.“

Der gesamte Komplex besteht nun aus einer Mehrzweckhalle mit einem Vereins- und Aufenthaltsraum mit Bewirtung, der sogenannten „Kaschemme“, einem bereits Anfang November eröffneten Kunstrasenplatz, der Heimat des SV Nordeifel sein wird, sowie dem Dorfgemeinschaftshaus. Hier können diverse Dorffeste wie das Maifest, die Kirmes oder Karneval gefeiert werden.

„Mit dem Sport- und Kulturzentrum wird für den Verein eine neue Ära anbrechen“, hatte Ralf Stollenwerk 2017 gesagt, als der Baubeginn kurz bevorstand und das Projekt den Durchbruch geschafft hatte.

Viele Jahre lang war der TSV Kesternich sehr stark durch den Fußball geprägt und Sportarten wie Tischtennis und Volleyball liefen mehr oder weniger nur nebenher. Dies ist inzwischen anders, denn vor allem die Tischtennisabteilung hat deutlich an Stärke dazugewonnen und ist aktuell mit insgesamt sechs Mannschaften sportlich die am breitesten aufgestellte Abteilung.

Dahingegen hat der Verein bis auf die Alten Herren inzwischen keine eigene Fußballmannschaft mehr, sondern ist in den SV Nordeifel integriert.

„Heimat für alle Sportler“

Die neue Heimat soll nun ein Zuhause für alle Sportler des TSV Kesternich sein, wurde nun in den Worten des ersten Vorsitzenden deutlich. „Meine Hoffnung ist seit vielen Jahren, dass sich in Zukunft das gesamte Vereinsleben des TSV Kesternich hier in unserem neuen Sportzentrum konzentriert“, sagte er. Außerdem entstehe in Kesternich nun ein Zentrum auch für alle Nicht-Fußballer, wie die mitgliederstarke Tischtennis-Abteilung, die Volleyball-Abteilung, aber auch eine Möglichkeit für viele anderen Veranstaltungen und Feste im Ort.

Ein wichtiger Grundstein zur Realisierung des Projektes war damals unter anderem die Zusage der NRW-Bank, die im Rahmen des Sportstättenförderungsprogrammes der Landesregierung eine Bürgschaft für ein Darlehen übernehmen musste.

Zu Baubeginn schritten die Bauarbeiten dann sehr schnell voran, da die äußere Hülle der Mehrzweckhalle in der vergleichsweise leicht aufzubauenden Holzrahmenbautechnik gehalten ist, bevor dann der wichtige Teil der Eigenleistung folgte.

„Wir haben bereits sehr viel geschafft und haben dann, nach der Abnahme der Halle, für den Sommer einen große Einweihung für das Sportzentrum sowie für das Dorfgemeinschaftshaus geplant“, verriet Stollenwerk sichtlich zufrieden.

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