Monschau: Sportschützen: Seriensieger Dick baut Titelsammlung aus

Monschau: Sportschützen: Seriensieger Dick baut Titelsammlung aus

Bei den Sportschützen Monschau ist Peter Dick der große Gewinner. Beim Oktoberfest stand er somit im Mittelpunkt der Siegerehrung.

„O zapft is!“, lautete das Motto der Jahressiegerehrung bei der Schießsportgemeinschaft der Bürgerschützen, denn die Verantwortlichen hatten sich überlegt, dass in diesem Jahr alles ein wenig wie ein Oktoberfest gestaltet werden sollte: Zu Würstchen gab es warmen Kartoffelsalat, Brezeln und Weizenbier, das Vereinsheim an der Flora war in den Farben Weiß-Blau geschmückt, an der Eingangstür prangte ein großes Schild mit der Aufschrift „Freistaat Bayern“.

Die Schützen selbst kamen überwiegend in bayerischer Tracht. Schützenkönig Ralf II. (Grefen), Ehrenkönig Heinz Mertens und Vereinspräsident Georg Kaulen freuten sich, ihre Schützen an diesem Abend begrüßen zu dürfen. Die weitere Moderation übernahm Schießleiter Peter Dick, der auch in diesem Jahr die Sportschützen in die neue Saison führen wird.

„The winner takes ist all“

Ein Jahr lang haben die Monschauer Sportschützen mit ihren Kleinkaliber-Sportgewehren auf dem 50-Meter-Schießstand um Ringzahlen gekämpft. Die Ergebnisse der vergangenen Saison lassen sich dann eigentlich schnell zusammenfassen und auf einen Nenner — frei nach dem Song der schwedischen Pop-BandAbba — bringen: „The winner takes it all!“ Und dieser Gewinner hieß Peter Dick. Abgesehen vom Trainingspokal gewann der Schießleiter alle wichtigen Preise.

Ganz vorne in der Bedeutung rangiert sicherlich die Vereinsmeisterschaft, die stehend und liegend über ein knappes Jahr lang ausgeschossen wird. Die jeweils zehn besten Ergebnisse gelangen dabei in die Wertung. In der höchsten Schießklasse „S“ konnte Peter Dick sich die Führung zurückerobern und erzielte mit 1884 Ringen vor Vorjahressieger Harald Egerland (1863 Ringe) und Georg Foerster (1836) das beste Ergebnis. Es handelt sich um seinen mittlerweile 15. Meistertitel. In der Schießklasse „A“ gewann Schießmeister Christoph Breuer mit 1839 Ringen vor Jürgen Thiemann (1772 Ringe) und steigt damit in die nächsthöhere Schießklasse „S“ auf.

Die zweite Meisterschaft, die in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgeschossen wurde, ist der Liegendkampf nach den Statuten des Rheinischen Schützenbundes. Hierbei müssen liegend 60 Schuss in einem vorgegeben Zeitrahmen von 90 Minuten geschossen werden. Obwohl sich Vorjahressieger Harald Egerland mit 562 Ringen leicht verbessern konnte, musste er sich diesmal geschlagen geben: Peter Dick gewann den Wettkampf mit 571 Ringen, den dritten Platz markierte Martin Goffart mit 501 Ringen.

Auf den Trainingspokal, der die fünf besten Trainingsergebnisse (stehend und liegend) belohnt, schossen in diesem Jahr nur wenige Schützen. Der Trainingsfleißigste war Jürgen Thiemann, der mit 440 Ringen die „A“-Klasse gewann, Georg Foerster erzielte mit 480 Ringen (Schießklasse „S“) das höchste Ergebnis und durfte damit den Pokal mit nach Hause nehmen.

Auch den Superorden gewonnen

Meisterschütze Peter Dick benötigte für den Transport der Pokale nach Hause eine größere Tasche, denn neben dem Meisterschaftspokal und dem RSB-Pokal durfte er sich noch weitere Pokale, die über die Saison verteilt ausgeschossen werden, einpacken.

Gleich zwei Mal wurde in diesem Jahr der Superorden verliehen. Ihn erhält ein Schütze, wenn er bei seinen Meisterschaftsergebnissen drei Mal eine „50“, also die Höchstwertung erzielt. Meister Peter Dick und Harald Egerland durften sich die Jahreszahl auf ihre Orden gravieren lassen, denn beide konnten in dieser Saison drei Mal fünf Schuss in der Zehn landen. Dick schaffte sogar an einem Tag einen Doppeltreffer: 100 von 100 möglichen Ringen: Das war eine Premiere!

(Egl)