Monschau: Spiritualität, die Christi Leiden als Liebe versteht

Monschau: Spiritualität, die Christi Leiden als Liebe versteht

Die rührige Monschauer Pianistin Birgit Röseler hatte sich zur Karwoche wieder etwas Besonderes ausgedacht: Mit einer Gruppe befreundeter Musikerinnen und Musiker wurde das „Stabat Mater” des früh verstorbenen italienischen Barockkomponisten Giovanni Battista Pergolesi in der Monschauer Aukirche aufgeführt.

Allerdings war die Schar der Musikinteressierten etwas spärlich, jedenfalls der Qualität des Gebotenen nicht entsprechend.

Das „Stabat Mater” ist ein mittelalterliches Gedicht über die Empfindungen und das Leid, das die Gottesmutter Maria beim Sterben ihres Sohnes am Kreuz durchlebt hat. Das recht umfangreiche Gedicht wurde lange Zeit liturgisch als so genannte Sequenz, als Zwischengesang, in der Messfeier am Fest der sieben Schmerzen Mariens verwendet.

Der Inhalt ist auch als deutsches Kirchenlied bekannt: „Christi Mutter stand mit Schmerzen.” Der Text wurde von vielen Komponisten aller Zeiten, bis heute, aufgegriffen und musikalisch ausgedeutet.

Die beiden Solistinnen des Abends, die Schweizer Sopranistin Regula Bender und die Altistin Theresia Geisser aus Heinsberg, brachten die musikalischen Schönheiten des Werks bewegend zum Klingen. Instrumental wurden die Sängerinnen von einem Streichquartett begleitet, dem sich Birgit Röseler als versierte Cembalistin zugesellte. Heinrich Schiessl und Yvonne van der Does, Violine, Herbert Christoph an der Viola und Peter Nickl am Cello erfüllten die weite Halle der Aukirche mit einem noblen Klang, dem kleine Intonationsschwierigkeiten zu Beginn einiger Sätze keinen Abbruch taten.

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