Monschau/Konzen: SPD-Ortsverein: Mit neu gemischtem Team in die Kommunalwahl

Monschau/Konzen: SPD-Ortsverein: Mit neu gemischtem Team in die Kommunalwahl

Ein zügiges Tempo legte der Monschauer SPD-Ortsverein am Donnerstagabend auf seiner Veranstaltung im Hotel „Jägersruh“ vor, als sich dort 22 stimmberechtigte Mitglieder zur Wahl der Kandidaten für die Kommunalwahl am 25. Mai eingefunden hatten.

Vorsitzende Brigitte Olschewski war bereits bei der Begrüßung bestens aufgelegt und stimmte die Anwesenden für den Wahlkampf schon einmal etwas ein. „Mit Martin Schulz haben wir sicher einen Spitzen-Mann für die Europawahl. Hinter ihm brauchen sich aber unsere Monschauer Kandidaten für die Kommunalwahl nicht zu verstecken.“

Das ließ auch bei den beiden als Gäste anwesenden Simmerather Kollegen, Franz-Josef Hammelstein und René Breuer, aufhorchen. Danach bekam natürlich auch gleich der politische Gegner (CDU) sein Fett weg, der an diesem Abend in Rohren seine Mitgliederversammlung abhielt.

Der dortige Versammlungsort passte zur Spitze, die Olschewski in Richtung Christdemokraten setzte. „Die CDU hat Höfen gespalten“, konstatierte die Vorsitzende mit Verweis auf den neuen Zuschnitt der Wahlbezirke, wodurch ein Teil der Höfener nun in Rohren wählen müsse.

Aus der Versammlung heraus gab es hierzu gleichfalls einhellige Unmutsäußerungen. Nachdem Helmut Fink die Versammlungsleitung übernommen hatte, konnte Bruno Steffens eine so gute Kassenlage des Ortsvereins mitteilen, dass er für den Wahlabend am 25. Mai einen „Imbiss mit Getränken“ ankündigte. Tatjana Krökel und Udo Müller übernahmen nach der Entlastung des Vorstandes im Rahmen des vorgeschriebenen Wahlprozederes die ehrenvolle Aufgabe der Mandatsprüfungs- und Zählkommission, bevor die 13 Kandidaten für die Wahlbezirke von Höfen bis Konzen in einem zügigen Verfahren gewählt wurden.

Zu den gewählten Vertretern merkte Brigitte Olschewski nicht ohne Stolz an: „Sie sehen unter den Kandidaten bekannte, aber auch neue und junge Gesichter. Darin wird auch deutlich, dass wir eine frische und junge Politik machen. Ich bin davon überzeugt, dass wir ein starkes Team bilden.“

Ins Auge fiel, dass die Wahlkampfmannschaft der Monschauer Genossen sich bezüglich der Frauenquote nicht zu verstecken braucht. Mit Monika Dosquet (Höfen 2), Brigitte Olschewski (Imgenbroich 1), Susanne Evans (Imgenbroich 2), Martina Rader (Konzen 2), Anita Schallenberg (Monschau 1) und Carmen Krökel (Mützenich 1) schickt man gleich sechs Frauen ins Rennen um die Ratssitze, worunter sich mit Carmen Krökel und Anita Schallenberg zwei Newcomer befinden.

Olschewski dankte allen Kandidaten, dass sie sich zur Verfügung gestellt hätten, und der Fraktionsvorsitzende Gregor Mathar hielt zum Kandidatenteam fest: „Da haben wir einen guten Querschnitt durch die Gesellschaft gefunden.“

In seinen Ausführungen zeigte sich Mathar von der Monschauer Haushaltslage wenig begeistert und sprach dann auch die gemeinsame Erklärung von Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg zum Ausbau der B 258 an. Mathar hinterfragte, was wohl mit der dort genannten „Bescheidenheit“ gemeint sei. Er hoffe nicht, dass Etschenberg damit seine Zurückhaltung bei der Durchsetzung Eifeler Interessen gegenüber Philipp zum Ausdruck bringen wollte.

Zur Wahl der 13 Kandidaten ist schließlich noch festzuhalten, dass sie einstimmig erfolgte. Als Direktkandidaten für Monschau wählten die Genossen: Günter Rader (Höfen 1), Monika Dosquet (Höfen 2), Brigitte Olschewski (Imgenborich 1), Susanne Evans (Imgenboich 2), Georg Alt (Rohren), Gregor Mathar (Kalterherberg 1), Bernd Kreutz (Kalterherberg 2), Manfred Fichtner (Konzen 1), Martina Rader (Konzen 2), Anita Schallenberg (Monschau 1), Oliver Hrabowski (Monschau 2) und für die beiden Mützenicher Wahlbezirke schließlich Carmen Krökel und Roland Krökel.

(ani)