Monschau: Sparkassen-Überfall: Polizei sucht Täter

Monschau: Sparkassen-Überfall: Polizei sucht Täter

Auch wenn Konzen sicherlich einen eher dörflichen Charakter bewahrt hat, so liegt die Sparkassenfiliale doch ziemlich im Zentrum des Geschehens. Im Zwei-Minuten-Takt kommen und fahren hier Autos an und passieren Menschen den Dorfplatz, die ihre Erledigungen zu machen haben

Wenn nicht in der einzigen Bank des Ortes, dann gegenüber in der Grundschule, im Kindergarten oder in der nahe gelegenen Pfarrkirche. Umso erstaunlicher ist es, dass am Donnerstagmorgen zwei maskierte Männer hier die Sparkasse überfallen und bislang unerkannt entkommen konnten.

Die Filiale bleibt momentan geschlossen. Foto: Heiner Schepp

Der Raubüberfall ereignete sich nach Polizeiangaben um exakt 9.56 Uhr, als die zwei Männer, mit Mützen über dem Kopf das Bankgebäude betraten. Unter Vorhalt von Schusswaffen (Trommelrevolvern) bedrohten sie eine Kundin und erzwangen so die Herausgabe von Bargeld. Zum Zeitpunkt des Überfalls hielten sich neben den Sparkassenmitarbeitern zwei Kundinnen in der Filiale auf.

Zur Fahndung hat die Polizei jetzt einen Hubschrauber eingesetzt. Foto: Heiner Schepp

Nachdem die Tatverdächtigen ihre Beute in eine mitgeführte Lidl-Plastiktüte verstaut hatten, verließen sie die Bank und flüchteten nach ersten Zeugenaussagen zu Fuß in Richtung der Straße „Zur Kaplanei“. Möglicherweise war dort in der Nähe ein Fluchtfahrzeug abgestellt.

Eine sofort eingeleitete Ringfahndung, in der unter anderem nach einem grauen Renault Kombi gesucht wurde und in die auch die belgische Polizei einbezogen wurde, blieb bis zum Abend ergebnislos. Nach Informationen unserer Zeitung geht die Polizei von einer Flucht in Richtung Belgien aus. Ebenfalls in die Tätersuche einbezogen wurde der Polizeihubschrauber „Hummel 5“, der mit einer Wärmebildkamera zunächst die Umgebung des Tatorts überflog und absuchte und sich dann in Richtung Belgien begab. Allerdings musste die Suche an der Grenze abgebrochen werden, da der Hubschrauber ansonsten den Truppenübungsplatz Elsenborn hätte überflogen müssen, wo aber zu diesem Zeitpunkt eine Übung abgehalten wurde. „Der Flug über belgisches Staatsgebiet wurde also nicht aus grenztechnischen Gründen verweigert, sondern zum Eigenschutz des Hubschraubers und der Besatzung“, teilte Werner Schneider von der Pressestelle der Aachener Polizei auf Anfrage mit.

Bei dem Überfall auf die Sparkassenfiliale Konzen wurden augenscheinlich keine Personen verletzt, die genaue Höhe der Beute wurde von der Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen am Donnerstag noch nicht näher beziffert. Allerdings setzte die Sparkasse Aachen für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro aus. Die Sparkasse Konzen blieb zeitweise für den Publikumsverkehr geschlossen.

Täterbeschreibung

Die beiden Tatverdächtigen werden wie folgt beschrieben:

Person 1: vermutlich Nordafrikaner, ca. 165 bis 170 cm groß, schlanke Statur, dunkle Augen, auffallend kräftige dunkle Augenbrauen; Person 2: vermutlich Osteuropäer, ca. 180 cm groß, normale Statur.

Das Fachkommissariat 13 des Polizeipräsidiums Aachen hat die Ermittlungen übernommen. Die Bevölkerung wird gebeten, verdächtige Beobachtungen, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten, zu melden unter 0241-9577-31301 oder -34210.

(hes)
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