Kesternich: Sozialverband Kesternich freut sich über Beitrittswelle

Kesternich: Sozialverband Kesternich freut sich über Beitrittswelle

Der Ortsverein Kesternich des Sozialverbandes VdK freut sich über starken Mitgliederzuwachs. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung, gehalten im Vereinslokal Jousten, erklärte Vorsitzender Siegbert Heup am Donnerstagabend, dass nach einer wahren Beitrittswelle die Zahl im VdK Kesternich organisierter aktiver Männer und Frauen auf 108 Personen geschnellt sei.

Das entspricht einer Steigerung um 24 Prozent im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr. Sie kämen, resümierte Heup, „aus mehreren Nordeifelorten“. Er zeigte sich zufrieden, weil weit über die Hälfte dieser Mitglieder auf der Generalversammlung präsent waren. „Das ist über der Norm!“

Im Mittelpunkt der Versammlung stand, ehe ein gemütlicher Abend mit Ausspielung einer attraktiv bestückten Tombola begann, die Ehrung langjährig treuer und aktiver Mitglieder. Urkunden, Anstecknadeln und als Präsent das druckfrische Jahrbuch Monschauer Land hielt Willy Schröder, stellvertretender Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes Aachen, für vier Frauen und drei Männer bereit. Er zeichnete Marianne Vromen für 25-jährige Aktivität zugunsten von Menschen mit Handicap aus. Michaela Frauenrath, Hans Schmidt, Bruno Dardenne, Iris Molitor-Reuleke, Rainer Jansen und Irene Johnen erhielten blumigen Dank und Anerkennung für zehnjährigen Einsatz.

Siegbert Heup stellte rückblickend fest, im Berichtsjahr 2013 sei „im Aachener Kreisverband nicht alles rund gelaufen“. Plötzlich sei der 2. Vorsitzende „verschwunden, mit unbekanntem Ziel verzogen“. Doch sei es just zum Jahresausklang 2013 gelungen, die Vorstandsreihen neu und zukunftsfähig zu ordnen, „und besonders mit Willy Schröders Wahl wurden alte Zöpfe abgeschnitten, das war überfällig“. Nun sei der Weg in eine bessere Zukunft frei, „und den wollen wir mutig und mit Schmiss gehen“.

Die sommerliche Betreuungsfahrt, resümierte der Vorsitzende, führte eine stattliche 30-köpfige Gruppe von Vereinsfreunden zur Bundesgartenschau. Die für 2012 konzipierte Kulturreise durch die Bonner Museumslandschaft fand dagegen wenig Interesse und musste storniert werden.

Heup appellierte an seine Zuhörer, Ratsuchende bei Themen wie Schwerbehindertenrecht, Antrags- oder Feststellungsverfahren sowie Behindertenausweis nach bestem Wissen zu betreuen, aber juristische Fragen im Ortsverband keinesfalls zu erörtern. Dazu sei der Kreisverband kompetent in der Lage. Folgen und Risiken einer — noch so wohlgemeinten — Falschinformation seien gravierend.

Willy Schröder überbrachte die Grüße des Kreisverbands-Vorstandes. Er stellte erleichtert fest, dass die teils krankheitsbedingten Probleme in der Stolberger Geschäftsstelle überwunden seien. Mit einem Dank an Heup und dessen Stellvertretern im Vorstandskollegium, Franz-Josef Löhrer und Martin Lutterbach, für harmonisch-konstruktive Zusammenarbeit, wies Schröder auf ein derzeit bundesweit kursierendes Missverständnis hin: „Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) führt derzeit seine traditionellen Sammlungen mit der klimpernden Büchse zugunsten Pflege deutscher Soldatenfriedhöfe im Ausland durch. Aufgrund ähnlicher Buchstabenkombination zum VdK sind viele Bürger irritiert: „Braucht der VdK so dringend Geld, dass er Klinken putzen muss?“

Trotz leichter finanzieller Einbußen meldete Kassiererin Christel Huthmacher einen beruhigenden Kontostand des Vereins. Das Revisorenduo Eugen Cremer und Katharina Müller bescheinigte der Schatzmeisterin „verantwortungsvollen Umgang mit unserem Geld und absolut korrekte Buchführung“. Sophie Becker folgte der satzungsgemäß ausscheidenden Katharina Müller ins Amt einer Prüferin.

Mit einer Diskussion über Ziele und Inhalte der Jahresfahrt 2015 endete der offizielle Teil der Tagesordnung. Die Anwesenden waren sich darüber einig, „dass wir keine weiten und beschwerlichen Anreisen mehr machen wollen“. Statt dessen möchte eine klare Mehrheit der über 60 Anwesenden die Heimat erkunden, am Rursee wandern, abschließend im Heilsteinhaus grillen und fröhlich feiern. Am liebsten mit VdK-Räuchereimeister Josip Spoljars Forellen. Dieser signalisierte, dass er eine solche Bitte unmöglich abschlagen könne….

(M. S.)
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