Simmerath: Simmerather Frühjahrsmarkt lockt mit rund 320 Ständen

Simmerath: Simmerather Frühjahrsmarkt lockt mit rund 320 Ständen

Der Simmerather Frühjahrsmarkt wird am Wochenende mit rund 320 Ständen, Imbissbuden und Fahrgeschäften und einer Budenfront von ca. 2,5 Kilometern wieder 15.000 bis 20.000 Menschen anlocken. Es darf am Wochenende ruhig ein wenig bewölkt sein, wenn es nach Manfred Prinz geht.

„Ein Regenschauer wäre auch nicht weiter schlimm”, sagt der Leiter des Simmerather Marktes. Bei strahlendem Sonnenschein würden es einige vorziehen, gemütlich zu grillen oder sich im Freibad abzukühlen, statt in der Hitze über den Markt zu laufen, erklärt Prinz seine doch eher außergewöhnlichen Wünsche an den Wetterfrosch.

Beim Herbstmarkt ist das alles anders, dann kommen 5000 bis 10.000 Besucher mehr als im Frühjahr. „Im Herbst sind die Leute froh, an schönen Tagen nochmal rauszukommen”, weiß Prinz, der seit 2002 für den geregelten Ablauf der Märkte verantwortlich ist

Planung ab Januar

Bereits im Januar fängt für Prinz die Planung an, bis dahin müssen die Schausteller ihre Bewerbung in Simmerath abgegeben haben. In diesem Jahr gingen 200 Bewerbungen mehr ein, als Plätze vorhanden sind. Anschließend setzt er sich in seinem Büro des Ordnungsamtes hin und zeichnet die einzelnen Stände in den Straßenplan ein, holt Genehmigungen ein, schreibt Polizei und Busunternehmen wegen Umleitungen an und kümmert sich um die Werbung für die Großveranstaltung.

Die heiße Phase beginnt in der Woche vor Marktbeginn. Dann ist Prinz im Ortskern von Simmerath unterwegs, um mit Kreide die Standplätze zu markieren. „Das ist alles relativ eng bemessen, da muss man schon genau sein, sonst funktioniert das nachher nicht”, erklärt der Marktleiter.

Händler, die immer wieder kommen, bekommen in der Regel auch wieder den selben Platz. „Die wollen nicht gerne versetzt werden.” Jedes Jahr gibt es auch einen gewissen Wechsel, circa 20 neue Beschicker sind jedesmal dabei, die entsprechend eingewiesen werden müssen. Sonntag um 9 Uhr müssen alle auf ihrem Platz sein, denn sonst werden die freigebliebenen Plätze an andere vergeben.

Die Kriterien für die Vergabe der Plätze sind relativ simpel. Der erste Grundsatz für Manfred Prinz lautet „Bekannt und bewährt”. „Stammbeschicker, mit denen man zufrieden ist und ohne Probleme ausgekommen ist, bekommen grundsätzlich wieder einen Platz.” Ansonsten spielt das Angebot und auch das Aussehen des Standes eine Rolle. „Socken haben wir genug”, bringt es der Marktleiter auf den Punkt.

Ursprünge im 16. Jahrhundert

Die Ursprünge des Simmerather Marktes reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Damals spielte er für die Menschen in der Eifel aber noch ein ganz andere Rolle. Es war die Gelegenheit, mit Händlern aus anderen Gegenden ins Geschäft zu kommen und Dinge zu erwerbern, die es sonst nicht gab. Auch der Handel mit Vieh spielte eine weitaus größere Rolle. Heute gibt es zwar montags von 8 bis 12 Uhr noch einen Viehmarkt im Hof der Gaststätte Wilden, doch es ist nur noch ein Geflügelhändler übrig geblieben.

Bereits am Samstagabend öffnen die ersten Imbissbuden und Fahrgeschäfte. Am Montagabend ist dann bis zum Herbst erstmal wieder alles vorbei.

Parkmöglichkeiten für die Besucher gibt es auf vielen Privatparkplätzen, die von Bürgern auf Wiesen eingerichtet werden. „Gegen ein geringes Entgelt kann man da sehr gut parken”, empfiehlt Prinz.

Die Straßen im Ortskern sind für die Veranstaltung ab Samstag, 14 Uhr, bis Montag, 22 Uhr, gesperrt. Betroffen sind die Hauptstraße von der Kreuzung Schröders Eck bis zum Kreisverkehr am Bushof, sowie die Straßen Am Markt, Zum Rathaus, die Fuggerstraße und der Rathausplatz. Anwohner die ihr Auto nutzen möchten werden gebeten außerhalb dieses Bereichs zu parken.

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