Wasserzähler: Gemeinde Simmerath verlangt Nachweis

Sparen bei Schmutzwassergebühr : Wasserzähler müssen geeicht sein

Vor allem im Sommer nutzten viele Bürger einen Abzugszähler, um die Schmutzwassergebühr für das nicht in den Kanal eingeleitete Wasser einzusparen.

In anderen Fällen wird das Niederschlagswasser in einer Zisterne gesammelt, als Brauchwasser genutzt, um dann in den Kanal als Abwasser zu gelangen. Diese Verfahren werden für die Berücksichtigung bei der Schmutzwasserabrechnung mit einem sogenannten Zwischenzähler (Kaltwasserzähler) erfasst, damit die Wassermengen bei der Schmutzwasserabrechnung berücksichtigt werden.

Die Simmerather Gemeindeverwaltung hält es nun für angebracht, nicht zuletzt aus Gründen der Steuergerechtigkeit, die Eigentümer der Wasserzähler, die laut Unterlagen des Steueramtes nicht mehr geeicht sind, aufzufordern, diese nachzueichen oder auszutauschen.

Nach der Mess- und Eichordnung sind alle Kaltwasserzähler für eine Dauer von sechs Jahren geeicht. Nach der Entwässerungsgebührensatzung der Gemeinde obliegt der Nachweis über die ordnungsgemäße Funktion sowie der Eichung dem Gebührenpflichtigen. In der Vergangenheit wurden die Bürger lediglich bei unplausiblen Schmutzwasserabrechnungen aufgefordert, den Zähler auszutauschen.

Derzeit werden laut Gemeindeverwaltung in 450 Fällen Zwischenzähler, davon 310 für Abzugsmengen und 140 Zähler für Zuschlagmengen bei den Abwassergebühren berücksichtigt. Sollte kein Nachweis über eine Nacheichung oder einen Austausch der Zwischenzähler erfolgen, wird laut Verwaltung eine Berücksichtigung der Abzugsmengen nicht mehr erfolgen. In den Fällen, bei denen zusätzlich Schmutzwasser dem Kanal zugeführt wird, erfolgt eine Schätzung der zusätzlichen Wassermenge.

(ho)
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