UWG Simmerath seit 25 Jahren eine starke Bürgerbewegung

Sechs verdiente Mitglieder geehrt : UWG Simmerath seit 25 Jahren eine starke Bürgerbewegung

Freude und Festtagsstimmung gab es nun in der Tanzwerkstatt im Gewerbegebiet Rollesbroich, wo die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG Simmerath) ihr 25-jähriges Bestehen zum Anlass nahm, den Geburtstag gebührend zu feiern und verdiente Mitglieder zu ehren.

25 Jahre als eine „starke Bürgerbewegung“ aufzutreten, gelte es daher zu würdigen. UWG-Vorsitzender Reinhold Köller hieß die Besucher willkommen, um dann an die Anfänge zu erinnern. Dabei machte er deutlich, warum Simmerath frischen Wind von der UWG benötige.

Am 31. Mai 1994 hatten sich in der Gaststätte Witzerather Hof zwölf Bürger und Bürgerinnen eingefunden, um die Gründung der Bürgerbewegung, die keine politische Partei sei, zu vollziehen und sie als gemeinnützigen Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen. Bis heute habe die UWG kein (Partei)-Programm, aber sie verpflichte sich, zum Wohl der Simmerather Bürger einzutreten und deren Interessen wahrzunehmen.Mann der ersten Stunde war Claus Brust als Vorsitzender.

Gleich im ersten Jahr, bei den Kommunalwahlen am 16. Oktober 1994, habe die UWG auf Anhieb den Einzug in den Rat der Gemeinde Simmerath als drittstärkste Kraft mit 7,4 Prozent der Stimmen geschafft und zwei Ratsmandate errungen. „Seitdem sind wir ununterbrochen in einigen Ratsgremien vertreten“, so Reinhold Köller. Das stärkste Ergebnis wurde 2009 bei den Kommunalwahlen mit satten 13,3 Prozent errungen. Seit dem 1. Mai 1995 ist die UWG Simmerath Mitglied der FW Freie Wähler NRW. Claus Brust war gar von 2004 bis 2009 Mitglied des Kreistages des Kreises Aachen.

Von den zwölf Gründungsmitgliedern seien derzeit noch drei in der UWG Simmerath dabei. Der weibliche Anteil liege bei 38 Prozent. Derzeit bilden Reinhold Köller (Vorsitzender), Helmut Keischgens (Geschäftsführer), Vroni Wilden (Kassiererin), Miram Seibel (Öffentlichkeitsarbeit) den aktuellen Vorstand, sie stellen auch die Ratsfraktion im Rat der Gemeinde Simmerath.

„Sie sehen, es hat sich viel bewegt in den 25 Jahren“, so Köller nach einer positiven Bilanz. Aber es bleibe dennoch viel zu tun, gab er zu verstehen. „Unterstützen sie uns, arbeiten sie mit“, ermunterte er. Heute, an diesem Jubiläumsabend, wolle man nicht nur auf die Politik zurückblicken, sondern auf die Menschen, die der Bürgerbewegung ihren Stempel aufgedrückt und sich für zahlreiche Belange eingesetzt haben. Der Vorsitzende schickte sich an, sechs Mitglieder zu ehren und mit einer Urkunde und Präsenten für ihre Verdienste in der UWG auszuzeichnen.

Erste Jubilarin war Caroline Keischgens, die seit 20 Jahren der UWG treu zur Seite steht, so im Vorstand als auch regelmäßig als Kandidatin bei den Kommunalwahlen. 2004 wurde sie als Ratsfrau in den Gemeinderat gewählt. „Die UWG sagt herzlichen Dank für dein Engagement“, sagte Köller. Ebenfalls seit 20 Jahren ist Helmut Keischgens dabei, abgesehen von einer kleinen Pause stets in führenden Funktionen. 2001 habe er von Claus Brust den Vorsitz übernommen und ihn zwölf Jahre lang erfolgreich ausgeübt. 1999 war Keischgens gar Bürgermeisterkandidat für die UWG, 2009 holte er in seinem Kesternicher Wahlbezirk das absolute Spitzenergebnis von über 33 Prozent. Seit 2018 ist er wieder im Rat der Gemeinde dabei und im Vorstand aktiv. Auch ihm galt ein dickes Dankeschön.

Karlheinz Lotze kam 1998 zur UWG, seit 2017 ist er Ehrenmitglied. Im Vorstand war er fünf Jahre vertreten, lange Zeit zudem als sachkundiger Bürger in den Ausschüssen der Gemeinde tätig. Regelmäßig trat Lotze bei Wahlen an, in seinem Wahlkreis Lammersdorf wartete er stets mit guten Ergebnissen auf. „Hierfür danken wir dir“, lobte Reinhold Köller.

Edgar Paustenbach, der Mann aus Steckenborn, war bereits bei der Gründungsversammlung dabei, hat die UWG mit aus der Taufe gehoben. Ab 1996 fungierte er sechs Jahre lang als stellvertretender Vorsitzender, er stellte sich in Steckenborn zur Wahl, wirkte außerdem als sachkundiger Bürger in der UWG-Fraktion mit. 2014 hieß der Direktkandidat in Steckenborn für den Gemeinderat Edgar Paustenbach. Der Dank seiner UWG war ihm gewiss.

Nicht anwesend waren Birgitt Brust und Harry Fietzek. Vorsitzender Köller vergaß dennoch nicht, die beiden in Abwesenheit entsprechend zu würdigen. Birgitt Brust gehörte ebenfalls von Beginn an mit dazu, im erweiterten Vorstand als Pressewartin und ebenso für einige Jahre als Rechnungsprüferin. 1999 erzielte sie in Simmerath Nord mit 14,1 Prozent der Stimmen das zweitbeste Resultat in ihrem Wahlkreis für die UWG. Bei der Kommunalwahl 2014 war sie Direktkandidatin. „Wir hoffen, dass sie uns noch viele Jahre bei unserer Arbeit und den Aufgaben unterstützen wird“, wünschte Köller sich.

Auch Harry Fietzek ist eines der Gründungsmitglieder, er zählte zum Gründungsvorstand, war Geschäftsführer und konnte durch seine engagierte Vorstandsarbeit in den ersten Jahren der UWG gute Hilfe angedeihen lassen, hat sich als feste Größe etabliert. Bis heute steht er als Kandidat bei den Kommunalwahlen zur Verfügung. Bei der ersten Gemeinderatswahl gelang Fietzek in seinem Simmerather Wahlkreis mit 14,9 Prozent der Stimmen ein Super-Ergebnis. Auf diesen Mann setzt die UWG auch in Zukunft, sein Einsatz wurde lobend erwähnt und gewürdigt.

Nach soviel Lob und Ehre stellte Reinhold Köller den Gastredner des Abends, Engin Eroglu, den Landesvorsitzenden der Freien Wähler Hessen und Spitzenkandidat für die Europawahl, vor.

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