Technische Helfer im Jahr 2018 fast 10.000 Stunden aktiv

THW Lammersdorf : Technische Helfer 2018 fast 10.000 Stunden aktiv

Frühschoppen ist eben nicht Frühschoppen. Selbigen hatte der THW-Ortsverband am Sonntagmorgen in seinen Räumlichkeiten an der Hoscheidter Straße in Lammersdorf initiiert, wobei der dortige Versammlungsraum dann aus allen Nähten platzte.

Der THW-Ortsbeauftragte Sven Kämmerling erklärte zu Beginn: „Im Gegensatz zu unserem sonstigen Neujahrsempfang haben wir dieses Mal ein anderes Veranstaltungsformat gewählt und ich sehe, das wird scheinbar gut angenommen.“

Die Wertschätzung, welche die Hilfseinrichtung genießt, ging auch aus der Gästeliste hervor. Unter den Anwesenden befanden sich überörtliche THW-Prominez, Vertreter der Feuerwehren aus Monschau, Roetgen, Simmerath, der Städteregion, des DLRG und des Malteser Hilfsdienstes. Bei einem Blick in die Runde sah man mancher Einsatzkraft noch an, dass man in der vergangenen Woche beim Tonadoeinsatz in Roetgen viele Stunden tätig war. Hierzu merkte Sven Kämmerling an: „Im Moment ist die THW-Mannschaft etwas geschwächt und gestresst.“

Darüber hinaus waren bei dem anberaumten Frühschoppen auch Vertreter der Eifelkommunen, der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling und der stellvertretende Städteregionsrat Axel Wirtz erschienen. Die Freude über diese Resonanz war dem Ortsbeauftragten Kämmerling anzumerken, der zu Beginn einen Rückblick auf die letztjährigen THW-Aktivitäten gab.

Der Ortsverband weist momentan 58 Helfer und 20 Junghelfer auf, die im vergangenen Jahr fast 10.000 Stunden tätig waren. Darunter fielen 345 Lehrgangs- und 1780 Einsatzstunden, wozu Kämmerling und Zugführer Christian Ruf erläuterten: „Der Moorbrand in Meppen hat bei uns stundenmäßig ziemlich eingeschlagen.“ Kämmerling hob weiterhin die Anschaffung eines neuen Anhängers im Wert von 12.000 Euro hervor, was durch die finanzielle Unterstützung der THW-Helfervereinigung möglich wurde. Darüber hinaus habe man im Zusammenhang mit den geltenden Hygienevorschriften eine Neueinrichtung der Küche vorgenommen.

22 Einsätze erfolgten im letzten Jahr so Zugführer Christian Ruf. Darunter auch mehrtägige Einsätze, wie beispielsweise die Trinkwasserversorgung zwischen der Perlenbachtalsperre und dem belgischen Weywertz und mehrere Pumpeinsätze in Düren und Aachen. „Leider hatten wir auch wieder schwere Verkehrsunfälle,“ so Ruf.

Am Ende dankte Sven Kämmerling noch den Ehefrauen und Partnern der Einsatzkräfte. „Wenn man nach 36 Stunden Einsatz kaputt nach Hause kommt, kriegt man natürlich auch schon mal zu hören: ‚Du siehst nicht so aus, als ob es dir Spaß gemacht hätte’. Das täuscht natürlich, wir machen das gerne und mit Überzeugung.“

(ho)