Neue Boule-Bahn in Erkensruhr

Karl Aretz hatte die Idee : Neue Boule-Bahn in Erkensruhr

Die Touristenströme ziehen nach wie vor am idyllisch gelegenen Erkensruhr im hin und wieder so bezeichneten „Kleinwalsertal der Eifel“ vorbei, was dem sich über drei Kilometer Länge hinziehenden Dorf seinen besonderen Charme verleiht.

Darüber hinaus punkten die Bewohner mit einem immer wieder auffallenden Bürgersinn, was sich beispielsweise an dem vor zwei Jahren in Eigenregie geschaffenen Dorfgemeinschaftshaus zeigt. Zwischen diesem Schmuckstück und dem dortigen Spielplatz können die Erkensruhrer nun mit einer neuen Freizeiteinrichtung glänzen: Eine sehr schöne Boule-Bahn steht dort ab sofort für Spaß und Spiel zur Verfügung.

Initiator hierfür war Karl Aretz, aus dem es bei der Vorstellung der Freizeit-Kugel-Anlage vor Begeisterung nur so heraussprudelt. Der 80-jährige gebürtige Erkelenzer mit jahrzehntelangem Zweitwohnsitz in Erkensruhr kam beim Boule-Spielen im Frühjahr bei einem Urlaub in Oberstdorf auf die Idee, eine solche Anlage auch in Erkensruhr zu schaffen.

Als er sich dort erkundigte, was solch eine Anlage kostete, war er zunächst einmal erschrocken. „Da war von rund 30.000 Euro die Rede, und da habe ich gleich gesagt, dass wir das billiger können.“ Bei Rückkehr in der Eifel machte sich Aretz dann an die Planungen. Herausgekommen ist dabei eine Musteranlage, die 15 Meter lang und vier Meter breit ist.

Eingefasst wird der Platz von alten Telefonmasten. Die notwendigen Erdarbeiten wurden mit Hilfe eines Baggers ausgeführt, dann erfolgte die Verdichtung mit Schottermaterial. „Wir haben insgesamt 20 Tonnen Material verbaut", erklärt Karl Aretz dazu. In seinem Bauteam wirkten Stefan Kau, Andy Esch und sein Sohn Philipp Aretz mit. In der Rekordbauzeit von einer Woche erstellte der Trupp dann die neue Boule-Bahn, von der Aretz sich erhofft, dass sie viele Nutzer findet.

(ani)
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