Mädchen-Fußball-Camp in Simmerath

Mädchen-Fußball-Camp : Kicken und Spaß haben mal ohne Jungs

Auf dem Hansa-Platz in Simmerath hat vom 29. Mai bis zum 2. Juni ein Mädchen-Fußball-Camp stattgefunden. 70 Mädchen aus Fußball-AGs Aachener Grundschulen nahmen daran teil. Am Ende wurden Medaillen und Fußbälle zur Erinnerung ausgehändigt.

„Mädchen mittendrin“, stand auf den Trikots zu lesen. Die Schülerinnen trainierten Techniken und Teamgeist. So manches Talent blitzte auf. Auch Bernd Mommertz, Vorsitzender des Fußballkreises Aachen, sah die Dribblings, Pässe und Tore. Die Betreuerinnen waren mit Herzblut bei der Sache. Der Aachener Förderverein „Integration durch Sport“ hatte als Ausrichter wieder ganze Arbeit geleistet.

Für die Stadt Aachen, die dieses Projekt seit Jahren begleitet, sei das, was in Simmerath stattfindet, „gelebte Integration auf allen Ebenen“,so Marianne Conradt, Aachens Bezirksbürgermeisterin. Das Camp sei eine große Herausforderung nicht nur für die 70 Kinder mit unterschiedlichen sozio-kulturellen Hintergründen, sondern für das gesamte Team, bestehend aus Fußballtrainerinnen, Fußball-Assistentinnen, Sozialarbeiterinnen und aus Gestaltungspädagoginnen. Und es sei nebenbei auch ein kleiner Urlaub, hatte Conradt festgestellt, sie plädierte für ein Wiederkommen nach Simmerath.

Für die Gemeinde Simmerath, die diese Veranstaltung schon einige Male begleitet hat, sagte Bernd Goffart, der Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns vertrat, dass man für so eine tolle Sache gerne zur Verfügung stehe. Es erging bereits eine Einladung für 2020 an den Förderverein.

Den Teilnehmerinnen wurde übrigens auch noch mehr als Fußball geboten: eine Nachtwanderung durch Simmerath, eine Bacherkundung, eine Fahrt nach Rurberg mit Besuch des Natur-Schwimmbades und eine Schifffahrt auf dem Rursee.

(der)
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